Das Clavichord ist ein Tasteninstrument, dessen Klangerzeugungsprinzip darauf beruht, dass Saiten mittels sog. Tangenten angeschlagen und abgeteilt werden. Die Tangenten sitzen dabei direkt an den verlängerten Tasten. Der Ton klingt genau solange die Taste gedrückt ist, also die Tangente an der Saite anliegt. Als einziges mechanisches Tasteninstrument bietet das Clavichord daher die Möglichkeit der Tonbeeinflussung auch noch nach dem Anschlagen, z. B. durch "Bebung". Wird die Taste losgelassen, löst sich auch die Tangente wieder von der Saite, wodurch der klingende und der mit einem Filzstreifen abgedämpfte Teil der Saite wieder zusammenfallen und der Dämpfungseffekt eintritt.
Das Clavichord spielte im gesamten 17 und 18. Jahrhundert eine große Rolle in der häuslichen Musik. Es ist sehr leise und daher nicht für Aufführungen in größerem Rahmen geeignet.
Siehe auch: Cembalo