Code

Dieser Artikel befasst sich mit der Übertragungsvorschrift Code. Weiteres siehe: Code (Begriffsklärung).
Unter einem Code oder Kode wird eine Vorschrift verstanden, in der Symbole einer Darstellung in solche einer anderen übertragen werden. Beispielsweise stellt der Morse-Code eine Übertragunsvorschrift zwischen Buchstaben und einer Abfolge kurzer und langer Tonsignale her. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter einem Code meist einen geheimgehaltenen Code, der zur Verschlüsselung von Botschaften verwendet wird.

Im allgemeinen sind Codes jedoch schlicht eine Vereinbarung zwischen Aufzeichnenden und Lesenden, um eine effiziente Produktionsweise für häufige Botschaften zu etablieren. Sie dienen der energiearmen Aufzeichnung und Übertragung von Information. Dazu werden anstelle der Information selbst einfachere Elemente und Kombinationen von diesen verwendet. Diese Kombinationen verweisen auf die ursprüngliche Information. Je häufiger etwas verwendet wird, desto geringer sollte der Aufwand für die Verarbeitung eines Elements sein.

Codes beinhalten zwei Aspekte von Effizienz:

Codes werden in einem größeren Rahmen gesehen, unabhängig von ihrer eigenen Raffinesse, erst durch die wiederholte Verwendung als Hilfsmittel zur Informationsübertragung wirklich effizient. Denn die Verständlichkeit beim lesenden System setzt ja auch in diesem irgendeine vorbereitende Organisation (z.B. Lernen) voraus. Codes werden daher zu einem Bestandteil von Kultur von Systemen (z.B. Landessprache, technische Standards) und entwickeln eine gewisse Beharrlicheit gegen Änderung. Die Energieminimierung macht Codes attraktiv für die Informationsübertragung unter besonderen Bedingungen: große Entfernungen, große Zeitspannen, große Empfängerzahl, Übertragung mit minimalem Aufwand in Notsituationen, Übertragung mit Hilfe anderer Systeme, die in diesem Energie- und Strukturdynamikbereich arbeiten.

Beachte:

Niklas Luhmann benutzt den Terminus Codes als Bezeichnung für standardisierte Differenzen. (Leitdifferenz)

Beispiele für Codes

Im Computer wird u.a. der ASCII-Code (American Standard Code for Information Interchange) benutzt, um Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen durch Bitfolgen darzustellen. Für die Datenübertragung benutzt man Leitungscodes.

In der Biologie findet der genetische Code zur Speicherung der Erbinformation Verwednung.

In der Gesellschaft sind Sprache und Schrift als Codesysteme zu betrachten.

Redundanz

Ein Code kann so aufgebaut sein, dass das Ergebnis, in das er eine Information codiert, überflüssige, also redundante Informationen enthält. Das heißt, die erzeugte Abfolge von Symbolen enthält Informationen, die nichts Neues bringen.

Im einfachsten Fall wird dasselbe noch einmal wiederholt. Aber jede erhöhte Vorhersagbarkeit von Zeichen ist Redundanz: So sind z.B. die us nach qs im Schriftdeutschen alle redundant, da auf ein q immer ein u folgt. Es würde also keinerlei Information verlorengehen, wenn alle auf ein q folgenden us entfernt würden. Die Redundanz hilft einem jedoch, wichtige Informationen trotz eines teilweisen Informationsverlustes noch entziffern und benutzen zu können. Sie schützt also vor Informationsverlust. Zudem erlaubt sie, verfälschte Information als solche zu erkennen. In der Technik wird solche Redundanz meist durch Prüfsummen oder ECCs (Error Correcting Codes) hergestellt.

Wichtige Informationen sollte man immer mindestens doppelt aufbewahren. Dies bemerkten übrigens schon James Watson und Francis Crick als sie den Aufbau der Desoxyribonukleinsäure (DNS) erforschten. Durch die Basenpaarung ist die DNS mit 100% Redundanz ausgelegt. Ebenso ist auch der genetische Code ein redundantes Codesystem.



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