Computervirus

In der Fachsprache ist ein Computer-Virus ist eine nicht selbständige Programmroutine, die sich selbst reproduziert, indem sie sich an andere Computerprogramme oder Bereiche des Betriebssystems anhängt und vom Anwender nicht kontrollierbare Manipulationen an selbigen vornimmt.

Umgangssprachlich hat der Begriff Computervirus eine breitere Bedeutung: Er wird sowohl für Computerviren in der fachsprachlichen Bedeutung als auch für Computerwürmer, Trojanische Pferde benutzt.

Die Eigenschaft der Reproduktion führte wie beim biologischen Vorbild zu der Bezeichnung "Virus".

Durch Computerviren kommt es auf einem Computer häufig zu Verfälschung oder Verlust von Daten und Programmen, sowie zu Störungen des regulären Betriebs.

Table of contents
1 Aufbau
2 Grundtypen
3 Geschichte
4 Prävention
5 Weblinks

Aufbau

Es gibt mehrere Versuche, einen Virus zu strukurieren:

Erklärung 1

Erklärung 2

Ein Computervirus besteht aus drei Teilen:

Die Replikationseinheit dient dazu, dass der Virus sich unbemerkt vervielfältigen kann, z. B. indem er sich an ein bestimmtes Programm anhängt, welches sich auf der Festplatte befindet. Jedesmal, wenn das infizierte Programm gestartet wird, kopiert sich der Virus. Die Replikationseinheit dient also dazu, dass der Virus sich erst einmal verbreiten kann, ohne zunächt einen Schaden anzurichten. Andere Verbreitungsmethoden sind die Infektion von Bootdisketten (
MBR Viren, heute Irrelevant) oder Text Dokumenten (falls das Textverarbeitungsprogramm eine genügend mächtige Makro Sprache besitzt, und die Makros zusammen mit dem normalen Text in einder Datei gespeichert werden).

Der Teil, der den eigentlichen Schaden verursacht, bezeichnet man als Payload (dtsch. Nutzlast). Hier tritt der Virus zum ersten mal mit einer Meldung in Erscheinung und signalisiert, dass er da ist. Kurz darauf richtet er einen mehr oder weniger großen Schaden an. Der Payload ist optional (ein Virus ist auch ohne ihn ein Virus) und in den meisten Viren gar nicht vorhanden.

Viren sind so programmiert, dass sie erst dann in Erscheinung treten und den Schaden verursachen, wenn ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist oder eine bestimmte Zeit verstrichen ist. Hierfür ist der sog. Trigger zuständig.

So kann es z.B. sein, dass der Virus erst nach dem 100sten Start des Rechners aktiv wird, oder dass er sich jeden Dienstag oder am 10ten eines jeden Monats meldet und dann z.B. bestimmte Dateien löscht.

Grundtypen

Geschichte

Prävention

Viren werden entweder vom Anwender selbst (oft unabsichtlich) oder von unsicherer Software installiert. Anwender sollten deshalb niemals unbekannte Programme ausführen. Vor allem Microsoft Outlook und Outlook Express sind als sehr unsichere Mail-Clients aufgefallen, da sie ohne Zutun des Benutzers fremde Software in E-Mails gestartet haben. Man sollte deshalb überlegen, ein sichereres Programm zu benutzen.

Inzwischen gibt es Antivirenprogramme, die vor bekannten und unbekannten Viren schützen. Unbekannte Viren werden z.B. anhand ihres Verhaltens entdeckt. Personal Firewalls schützen obendrein vor Viren, die sich über Sicherheitslücken im Betriebssystem (z.B. offene Ports) weiterverbreiten.

Folgende Tipps helfen, die Bedrohung durch Viren einzuschränken:

  1. Verwendung aktueller Antivirenprogramme mit Virendefinitionen, die mindestens wöchentlich aktualisiert werden.
  2. Einsatz einer Personal Firewall, um Viren und Angriffe abzublocken, die Sicherheitslücken im System ausnutzen.
  3. Das automatische Öffnen von Dateien aus dem Internet sowie das automatische Anzeigen von Datei-Anhängen sollte deaktiviert werden.
  4. Dateien aus dem Internet (ob nun per Download heruntergeladen oder per E-Mail erhalten) sollten immer auf Virenbefall geprüft werden.
  5. Regelmäßig Betriebssystem und Software aktualisieren
  6. Kein Windows verwenden sondern MacOS, Linux oder ein Unix-Derivat

Siehe auch: Hoax, Computersicherheit, Backdoor

Weblinks





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