CRP

Das CRP oder C-reaktive Protein ist ein kohlehydratfreies Eiweißstoff, das in der Leber gebildet wird als als Entzündungsparameter u. A. zur Beurteilung entzündlicher Erkrankungen herangezogen wird. Auch ohne klinische Symptomatik müssen erhöhte CRP-Konzentrationen immer abgeklärt werden.

Gemeinsam mit Coeruloplasmin, Fibrinogen, Haptoglobin, Ferritin und Präalbumin u.a. gehört das CRP zu den Akute-Phase-Proteinen, Blutbestandteile, die im Rahmen entzündlicher (infektiöser und nichtinfektiöser) Erkrankungen ansteigen. Den stärksten Stimulus der Akute-Phase-Reaktion bilden dabei bakterielle Infektionen.

Indikation für die Bestimmung

  1. Als Parameter für die Akuität einer Erkrankung dient es dabei u. A. der Unterscheidung zwischen akuten oder chronischen Geschehen: Akute Geschehen bedingen im Gegensatz zu chronischen Erkrankungen einen Anstieg des CRPs, der in der Regel dem Ausmaß der Entzündung entspricht.
  2. Zur Suche nach entzündlichen Erkrankungen
  3. Zur Erfassung komplizierender Infektionen, sei es postoperativ, bei Exacerbationen im Rahmen chronischer Erkrankungen oder einer Fruchtwasserinfektion bei vorzeitigem Blasensprung
  4. zur Unterscheidung von viralen und bakteriellen Infektionen - sofern letztere nicht allzu lokalisiert auftreten.
  5. zur frühzeitigen Bestätigung einer erfolgreichen antibakteriellen oder entzündunghemmenden Therapie, da die Veränderungen der CRP-Konzentration den klinischen Symptomen oft vorangehen. Dabei wird die Zu- oder Abnahme der Entzündungsreaktion durch das Ansteigen oder Absinken des CRP mit einer Verzögerung von 24 Stunden angezeigt.

In den letzten Jahren werden hochsensitive Untersuchungen auf leicht erhöhte CRP Werte dazu herangezogen, um instabile Phasen im Rahmen der Arteriosklerose zu erkennen.

Das CRP wurde bereits am Anfang des 20.Jahrhunderts erstmals beschrieben und erhielt seinen Namen, da es zusammen mit Calciumionen mit dem C-Polysaccharid der Pneumokokken reagiert und eine Präzipitation hervorruft.

Auch bei leichteren entzündlichen Prozessen kann CRP schon etwas ansteigen. Gegenüber dem Procalcitonin ist CRP sensitiver. CRP kann benutzt werden um den Verlauf eine Infektion zu verfolgen. Es wird allgemein behauptet, dass bei Virusinfektionen das CRP nicht so stark ansteigt, wie bei bakteriellen Infektionen ( Daten dazu ?). Trotzdem kann es auch bei viraler Infektion, akuten Abstossungsreaktionen und nach Operationen zu einem Anstieg kommen.

Die Plasmahalbwertszeit beträgt ungefähr 24 Stunden. 

CRP ist Teil des immunologischen Abwehrsystems. Es ist ein Opsonin, welches das Complementsystem aktivieren kann. Die CRP Produktion der Leber kann durch IL-6 angeregt werden.

Siehe auch: Anti-Akute-Phase-Protein - Entzündung -- Procalcitonin -- Infektion -- Immunsystem

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