Dachstein

Der Dachstein ist mit 2996 m der höchste Gipfel der nördlichen Kalkalpen im weiten Umkreis. Er liegt im äußersten Süden Oberösterreichs an der Grenze zur Steiermark, unweit jener zu Salzburg.

Durch seine exponierte Lage zwischen Hallstätter See, dem Tal der Traun, dem breiten Ennstal und einigen nur niedrigen Pässen hat er großen Einfluss auf das lokale Wetter. Der höchstgelegene Teil des Massivs hat drei Gipfel und wird von drei Gletschern gesäumt. Es ist touristisch durch einige Seilbahnen erschlossen. Die berühmte steile und breite Südwand zieht zahlreiche Kletterer an.

Das gesamte Dachsteinmassiv umfasst etwa 20 x 30 km mit Dutzenden Gipfeln über 2500 m, deren höchste im Südwesten und Süden liegen: Torstein 2948m, Mitterspitz 2925m, Hoher Dachstein 2996m; Hoher Gjaidstein 2800m und Koppenkarstein 2863m. Die drei großen Eisflächen sind der Gosaugletscher, Hallstätter- und Schladminger Gletscher. Nach Osten schließt sich die große Karsthochfläche "Auf dem Stein" an, die weiter östlich in das Kemetgebirge (Stoderzinken, Kammspitze) übergeht.

Im Westen geht das Dachsteinmassiv in den schroffen Gosaukamm über, dessen isoliert stehende Bischofsmütze (2500m) trotz ihres brüchigen Gesteins zum Klettern sehr beliebt ist. Im allgemeinen herrscht jedoch der weit verbreitete Dachsteinkalk vor, der auch in den südlichen Kalkalpen, z.B. den Südtiroler Dolomiten, steile Wände bildet. Im Norden des Massivs, im Einzugsgebiet der Traun, liegen die bekannte Riesen-Eishöhle und die Koppenbrüller Höhle (Tropfstein).

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