Daegu

Daegu (대구, 大邱) ist eine Stadt in der Nord-Gyeongsang Provinz in Südkorea. Daegu liegt im Südosten des Land und ist mit etwa 2'500'000 Einwohner die drittgrösste Stadt in Südkorea. Politisch ist die Stadt eine unabhängige Einheit.

Daegu

Daegu war das administrative, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Südosten seit langer Zeit. Zwischen 1392 und 1910 in der Joseon-Dynastie war Daegu die Hauptstadt der Provinz Gyeongsang, die 1896 aufgeteilt wurde.

Nach dem Koreakrieg wuchst die Stadt explosionsartig. Die Bevölkerung hat sich seitdem mehr als verzehnfacht. Die Fläche der Stadt ist 456 km². Die wichtigsten Industriezweige in Daegu sind Textilien, Metall und Maschinenbau. Die Qualität der Äpfel von Deagu haben einen besonderen Ruf in Ostasien.

Die Stadt ist führend in der Textilindustrie des Landes und gilt auch als Modezentrum. Das Warenangebot ist üppig. Die Stadt weist 21 % aller Textilmanufakturen und 61% aller Stoffproduzenten des Landes auf. Seit Jahrhunderten ist die Stadt auch Zentrum des Kleinhandels mit medizinischen Kräutern.

Der Tempelkomplex von Haeinsa befindet sich westlich der Stadt. Dieser Buddhistische Tempel wurde 802 erbaut. Einige religiöse Schätze sind im Tempel untergebracht, unter anderem die über 80.000 Holzplatten der Tripitaka Koreana. Diese gilt als die kompletteste Sammlung von Buddhistischen Texten in ganz Asien.

Die Talsong Festung von Daegu ist eine nationale Touristenattraktion. Diese Festung hat die Stadt über Jahrhunderte vor wilden Tieren, Vagabunden und Attacken beschützt.

Daegu hat fünf Universitäten. Davon ist die 1946 gegründete Kyongbuk Nationaluniversität die bedeutendste.

2002 war Daegu Austragungsort für vier Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft.

Am Dienstag, dem 18. Februar 2003, löste ein offenbar geistig verwirrter Attentäter eine U-Bahn-Katastrophe mit weit über 100 Todesopfern in der Stadt aus.





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