DDR-Sprache

Unter DDR-Sprache wollen wir sprachliche Erscheinungen verstehen, die vor allem in Lexik und Stilistik sowohl im Alltag wie auch in den Medien in der DDR anzutreffen waren.

Table of contents
1 Sprachneuschöpfungen
2 Losungen und stereotype Wendungen
3 Spaßhafte bzw. ironische Wörter und Wendungen
4 Humoristische bzw. sächsische Deutung von Abkürzungen
5 Projektionsworte
6 Kabarettistische Eigenschöpfungen
7 Weblinks

Sprachneuschöpfungen

Neologismen, die sich vom übrigen deutschen Sprachraum unterschieden, z.T. auch aus dem Russischen stammten

Die folgende Liste enthält gemischt Begriffe, die noch weiter unterschieden werden können:

a) Begriffe, die von allen ohne oder fast ohne inneres Widerstreben benutzt wurden, um bestehende Sachverhalte zu bezeichnen, ohne diese auf- oder abzuwerten. Beispiele: ABV, Broiler, HO, Kaufhalle, Wandzeitung

b) Begriffe, deren Gebrauch Linientreue oder eine kommunikative Zwangssituation kennzeichneten. Beispiele: Abschnittsbevollmächtigter, Genosse, Klassenfeind, Werktätige

c) Begriffe, deren Gebrauch Ironie gegenüber dem System deutlich machte. Beispiele: Bonbon, Bückware. Auch Begriffe aus b) wurden durch entsprechende Überhöhung gelegentlich so benutzt.

Zeitliche, örtliche und situative Unterschiede, in welchem Sinn die Begriffe gebraucht wurden, sind außerdem möglich.

Siehe:

Losungen und stereotype Wendungen

Spaßhafte bzw. ironische Wörter und Wendungen

z.B. für Gebäude:

Berlin:

Humoristische bzw. sächsische Deutung von Abkürzungen

Projektionsworte

Projektionsworte, die westliche Medien als angebliche DDR-Idiomatismen einführten, aber in der DDR nie Sprachgut waren:

Kabarettistische Eigenschöpfungen

Siehe auch: BRD-Sprache, Österreichische Sprache

Weblinks

DDR-Witze




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