Deister

Der Deister, südwestlich von Hannover gelegen, ist der nördlichste Höhenzug des Weserberglandes. Er erstreckt sich zwischen den Orten Bad Nenndorf im Nordwesten und Bennigsen im Südosten auf eine Länge von ca. 25 km. Der Kamm ist durchwegs ca. 270 - 400 m hoch. Der höchster Punkt ist am Annaturm auf dem Bröhn: 405 m ü. NN. In südöstlicher Verlängerung schließt sich der Höhenzug des Kleinen Deisters an. Im Deister sind viele frühgeschichtliche Denkmäler bzw. Orte zu finden: Wallanlagen der Heisterburg, Wilkes Burg, Bennigser Burg; Alte Taufe sowie eine Vielzahl von Hügelgräbern.

Geologie: Der Deister hat eine hercynische Streichrichtung. Er bildet den Nordostflügel einer großen Sattelstruktur. Die nach Nordosten abdachende Hälfte des Deisters ist von ausstreichenden Sandsteinen, Schluffsteinen und Tonsteinen, z.T. mit Einschaltungen von Steinkohle gekennzeichnet. Es sind die so genannten Obernkirchen-Schichten (Wealden) der Unterkreide. Die nach Südwesten abdachende, morphologisch etwas steilere Hälfte ist von ausstreichenden Mergelsteinen, Tonsteinen und Kalksteinen gekennzeichnet. Es sind die so genannten Münder Mergel des Oberen Juras. Weiter nach Südwesten schließen sich Kalksteine, der so genannte Eimbeckhäuser Plattenkalk, an.

Bis ca. 1950 wurde im Deister Steinkohle gefördet.



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