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1864 jedoch stand für Bismarck als preußischem Heerführer fest, dass er um einen Krieg nicht herumkam. Ursache hierfür waren insbesondere die Proteste der s.g. Eiderdeutschen, einer deutschen Volkgruppe, die in Schleswig und Holstein angesiedelt ist. Die Deutschen stellten zwar die Mehrheit in Schleswig und Holstein, jedoch waren ihre Länder seit 1460 mit der Dänische Krone verbunden. Die Bindung zu Dänemark nimm zu, besonders nach 1815 wenn Herzogtum Lauenburg kam zu.
Die Lage spitze sich zu als Dänemark 1848 unter druck der Nationalistischen Strömungen, sowie in Schleswig wie in Dänemark, die Herzogtümer noch enger zu Dänemark binden wollte - zu diesem Zeitpunkt daher der erste Krieg - allerdings konnte Preußen aufgrund der so genannten Deutschen Revolution von 1848 noch nicht voll reagieren.
Gemeinsam mit Österreich-Ungarn zog Preußen also am 1. Februar 1864 in den Krieg gegen Dänemark. Nach schnellem Vormarsch kam es zur entscheidenden Schlacht bei den Düppeler Schanzen, einer Festungsanlage zwischen Flensburg und Sonderborg an der Flensburger Förde gelegen. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte spielten Krupp-Geschütze eine entscheidende Rolle. Der preußische Soldat Klinke rannte mit Sprengstoff beladen gegen das dänische Bollwerk und sprengte es (und sich selbst) in die Luft. Daher wird folgender Spruch überliefert, den er gerufen haben soll: "Ich heiße Klinke und öffne das Tor!".
Im Oktober endete der Krieg mit dem Frieden zu Wien. Preußen erhielt Lauenburg und Schleswig, Österreich das dazwischen liegende Holstein. Eine der Hauptursachen für den Deutsch-Deutschen Krieg 1866.
Der Deutsch-Dänischer Krieg zeigte erstmals einige neue Elemente moderner Kriege, so z.B. der Stellungskrieg an der Eider mit Schützengräben (großer Unterschied zum bisherigen Krieg auf offenem Feld) sowie der Eisenbahntransport preußischer Truppen (z.B. aus Dresden, was "zu Fuß" Wochen oder gar Monate gedauert hätte) und eröffnete das Zeitalter der Nationalstaaten.