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Die Ursachen für den Krieg lagen im österreichisch-preußischen Dualismus, d. h. der Auseinandersetzung um die Führungsrolle in Deutschland. Äußerer Anlass war der Streit um die Verwaltung Schleswig-Holsteins nach dem Ausgang des Deutsch-Dänischen Krieges. Die Bedingungen für einen Krieg standen 1866 zudem sehr günstig, denn Österreich befand sich in einer schweren Finanzkrise, Frankreich erklärte seine Neutralität für den Fall eines deutschen Bruderkrieges. Italien konnte Bismarck sogar für seine Pläne gewinnen, da es Venetien, das zu Österreich-Ungarn gehörte, im Zuge der Irredenta-Bewegung beanspruchte.
Neben Italien waren Oldenburg, Mecklenburg, Braunschweig, sowie einige thüringische Kleinstaaten als Verbündete auf Preußens Seite.
Auf Österreichs Seite standen Sachsen, Bayern, Baden, Württemberg, Hannover, Hessen-Darmstadt, Kurhessen und ebenfalls einige deutsche Kleinstaaten.
Preußische Truppen aus Minden und Hamburg werden von der Armee des Königreichs Hannovers am 27.Juni 1866 bei Langensalza geschlagen. Die Hannoveraner müssen aber aufgrund ihrer hohen Verluste, dem fehlenden Nachschub und der mittlerweile zahlenmäßig weit überlegenen Preussen am 29.Juni 1866 kapitulieren. Noch heute erinnert ein Denkmal im Zentrum Mindens an diesen Sieg. Die preußischen Verbündeten greifen Kassel und Frankfurt an, während der rechte Flügel der preußischen Elbarmee überraschend vor den Toren Nürnbergs auftaucht.
Die entscheidende Schlacht gegen Österreich gewinnt schließlich die schlesische Armee Preußens bei Königgrätz in Böhmen unter General Helmuth Graf von Moltke.
Um einer französischen oder russischen Intervention zuvorzukommen, drängte Bismarck den preußischen König dazu, den Sieg nicht voll auszunutzen, sondern einen schnellen Frieden zu schließen.
Dies geschieht im "Vorfrieden von Nikolsburg" und wird später im "Frieden von Prag" mit Preußen und im "Frieden von Wien" mit Italien bestätigt.
Italien gewinnt Venetien, Preußen annektiert alle gegnerischen Staaten nördlich des Mains außer Sachsen und Hessen-Darmstadt. Dadurch erlangt Preußen endlich eine Verbindung zwischen seinen westlichen Rheinprovinzen und dem östlich der Elbe gelegenen Kernland.
Der Deutsche Bund löst sich auf, der Norddeutsche Bund wird gegründet. Nach französischen Gebietsforderungen verbünden sich die süddeutschen Staaten mit Preußen in Defensivbündnissen - die Basis für den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.
Zudem erzielt Bismarck einen großen innenpolitischen Erfolg, indem sein Militärhaushalt auf Grund der Euphoriewelle nachträglich vom preußischen Parlament gebilligt wird (Indemnitätsvorlage).
Vorgeschichte
Verlauf
Ausgang und Folgen
Weblinks