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Otto von Bismarck, preußischer Adliger, Militärführer und späterer Reichskanzler, der die Einstellung hatte, Probleme mit "eiserner" Hand zu lösen (daher die Bezeichnung "eiserner Kanzler"), hatte diese Depesche durch Kürzung des Inhalts verschärft, worauf Frankreich am 19. Juli 1870 Preußen den Krieg erklärte. Frankreich war jedoch der militärischen Übermacht Preußens nicht gewachsen, da Preußen aufgrund eines Verteidigungsbündnisses mit den anderen deutschen Staaten auch noch militärische Hilfe von diesen bekam. Bismarck jedoch hatte die französische Kriegserklärung regelrecht erhofft und herausgefordert, denn so konnte er die darauf gezielt vorher abgeschlossenen Bündnisse (Norddeutscher Bund, sowie einzelne Bündnisse mit den süddeutschen Staaten, nutzen um Deutschland erstmals seit 1806 wieder zu vereinen und das (zweite) Deutsche Reich zu gründen.
Am 2. September 1870 erlitt Frankreich bei Sedan eine vernichtende Niederlage nach kleineren vorangegangenen Niederlagen bei Weißenburg, Wörth und Metz ; der französische Kaiser Napoleon III geriet in Gefangenschaft, Frankreich kapitulierte. Am 18. Januar 1871 ließ sich Wilhelm I. im Spiegelsaal des Versailler Schlosses zum deutschen Kaiser ausrufen.
Paris setzte jedoch den Widerstand fort. Daher wurde am 25. Januar 1871 Paris beschossen. Die Stadt kapitulierte am 28. Januar. Damit endete der Deutsch-Französische Krieg. Als Kriegsbeute verleibte Preußen das Elsass und einen Teil Lothringens dem Deutschen Reich ein und forderte hohe Kontributionszahlungen.
Siehe auch: Sedantag