Deutsche Kolonien und Protektorate

Geschichte

Deutschland trat im Vergleich zu den klassischen Kolonialmächten
England, Frankreich, Spanien, Portugal und Holland relativ spät in den Prozess der Kolonisation ein. Infolge der politischen Zerrissenheit Deutschlands kam es zunächst zu Privatgründungen deutscher Kolonien, die später in die staatliche Führung übergingen. So lehnte Reichskanzler Otto von Bismarck auch nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 zunächst noch territoriale Erwerbungen in Übersee ab. Unter Kaiser Wilhelm II versuchte Deutschland durch Gründung weiterer Handelsvertretungen seinen Einfluss als Kolonialmacht auszubauen. Die amtliche Bezeichnung der deutschen Kolonien war Deutsche Schutzgebiete, und ist als solche juristisch streitbar. Das Deutsche Reich besaß Kolonien mit einer Fläche von ca. 3 Millionen km² mit 14 Millionen Einwohnern.

Die Deutschen Kolonien bzw. Protektorate waren

Deutsch-Südwestafrika (heutiges Namibia)
  • Deutsch-Ostafrika (heutiges Tansania)
  • Kamerun
  • Togo
  • Deutsch-Witu
  • Pachtgebiet Kiautschou Deutsch-Neuguinea
  • Samoa

  • Weblinks