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Die Dialyse ist ein immer noch sehr unvollkomener Weg, zumindest einen Teil der Nierenfunktion zu ersetzen. In unseren Breitengraden sind folgende zwei Dialyseverfahren am wichtigsten: 1. Die Hämodialyse Hier wird nach dem Prinzip des Konzentrationsausgleich von zwei stark unterschiedlichen Substanzen verfahren.Auf der einen Seite das Blut, vollbeladen mit Abfallprodukten und z.B. Kalium, auf der anderen Seite eine künstlich hergestellte Lösung, die natürlich keine Abfallprodukte enthält und nur eine geringe Menge an Kalium oder gar keins. Man kann die Lösung so wählen, wie es der jeweilige Patient braucht. Ach ja, dazwischen braucht´s natürlich noch einen Filter, der verschieden große Poren hat (wie ein Kaffeefilter), sonst würden wir ja alle Blutkörperchen und Eiweiße verlieren. Die sind groß und passen nicht durch die Filterporen.Auf der einen Seite wird jetzt das Blut entnommen, kommt an den Filter, die Blutbestandteile die durch die Poren passen strömen in die künstliche Lösung, die sich auf der anderen Filterseite befindet.Der Filter wird selbstverständlich ständig von frischer Lösung durchströmt.Das so gereinigte Blut wird an einer anderen Stelle wieder in den Körper hineingeleitet. Das ganze muß ca. 4-5 Stunden pro Sitzung und dreimal/Woche durchgeführt werden.
2. Die Peritonealdialyse(Bauchfelldialyse) Jeder von uns hat ein Bauchfell. Hierbei handelt es sich um ein gut durchblutetes Gewebe im Bauchraum, das zum Beispiel auch eine wichtige Funktion in der Immunabwehr des Körpers spielt.Diese Gewebe hat eine besondere Eigenschaft: Man hat entdeckt, das es die Nierenfunktion teilweise ersetzen kann. Hierzu wird dem Patienten ein Schlauch(Katheter)in den Bauch implantiert. Jetzt nimmt man wieder unsere künstliche Lösung, füllt diese in den Bauchraum, beläßt diese dort über mehrere Stunden.Als natürlicher Filter wirken jetzt die Blutgefäße des Bauchfells(Peritoneum), aus dem Blut strömen jetzt die Abfallstoffe in die Lösung, die nach einigen Stunden wieder gewechselt wird. Dies muß täglich mehrmals gemacht werden. Der Vorteil ist die Unabhängigkeit der Patienten von anderen. Sie können alles zu Hause erledigen, auch únabhängige Urlaubsreisen sind möglich. Ein großer Nachteil sind natürlich Infekte durch möglichen Kontakt der Bauchhöhle mit der Umgebung, die Patienten müssen beim Wechsel der Lösungen sehr steril arbeiten.
Dies alles ersetzt nicht die normale Nierenfunktion, so daß die Nierentransplantation, soweit individuell möglich und gewünscht, immer das erstrebenswerte Ziel ist.