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| Table of contents |
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2 Der Klang in der Dichtung 3 Dichtung und Form 4 Dichtung und Rhetorik 5 Die Geschichte der Dichtung 6 Begriffe 7 Nationale Dichtung 8 Anderes |
Dichtung
Dichtung (Poesie) kann meist unterschieden werden von Prosa, die „Sprache“ bedeutet, die ihre Betonung weniger auf die konzentrierte Form legt, und häufiger mit ausführlichen logischen oder erzählerischen Elementen arbeitet als die Dichtung.
Eine weiteres Problem ist die Prosadichtung, die Eigenschaften der Poesie mit der äußerlichen Gestalt von Prosa kombiniert. Und es gibt selbstverständlich auch erzählerische Dichtung, die dramatische Dichtung nicht zu vergessen.
Auf das griechische Verb poieo (herstellen, schaffen) gehen die Worte: poietés (Schöpfer), poiesis(der schöpferische Akt) und poiema (die geschaffen Sache). Von diesen bildeten sich im Deutschen: der Dichter (der Schöpfer), Dichtung (die Schöpfung) und Gedicht (das Ergebnis). Ein Dichter ist folglich ein schöpferisch Tätiger, und Dichtung ist das vom Dichter Geschaffene. Der zugrunde liegende Begriff des Dichters als Hersteller oder Schöpfer ist nicht selten. Z.B. im angelsächsischen ist ein Dichter ein "scop" (Schöpfer) und im Schottischen "makar" (Macher).
Der Klang in der Dichtung
Die Dichtung verwendet im deutschen und anderen modernen europäischen Sprachen häufig den Reim. Der Reim ist jedoch nicht allgemeine Bedingung für Dichtung. Sowohl die moderne Dichtung vermeidet den Reim, als auch z.B. die antike griechische und lateinische Dichtung.
Jedoch neigt Dichtung dazu, den Rhythmus der Worte zu betonen und häufig strukturiert sie in metrischen Versen oder in freiem Metrum.
Zu Reim und zum Rhythmus kommen weitere klangliche Elemente der Sprache wie Alliteration, Assonanz, und Dissonanz.
Dichtung und Form
Wie die Gebrauchssprache neigt die Dichtung zu formale linguistisch Einheiten wie Redewendung, Sprichwort und Absatz. Zusätzlich benutzt sie strukturelle Einheiten von rein poetischem Charakter. Haupteinheiten sind Zeile, Reimpaar, Vers, Stanze, und Strophe.
Zeilen können selbständige Einheiten der Art wie im berühmten Sein oder Nichtsein: das ist die Frage. sein. Die Technik des Enjambement wird verwendet, um eine bestimmte Richtung der Erwartung im Leser auszulösen und/oder der Bewegung ein dynamisches Element hinzuzufügen.
Reimpaare, Stanzen und Strophen sind im Allgemeinen selbständige Einheiten der Richtung, obgleich eine Art Enjambement über diesen Einheiten auch verwendet werden kann. Leerzeilen oder Zeilenpunkte dienen zur Anzeige natürlicher Brüche im Fluss des Gedichtes.
Vielfach ist die Wirksamkeit eines Gedichtes abhängig von der Spannung zwischen linguistischen und formalen Einheiten. Mit dem Aufkommen des Buchdrucks wuchs der Einfluss der Dichter auf die visuelle Darstellung ihres Werkes.
Infolgedessen wurde die Nutzung dieser formalen Elemente, auch des unbedruckten Papierraumes, zu einem wichtigen Werkzeug des Dichters. Die moderne Dichtung neigt zu einer starken Betonung der Platzierung der Worte oder Zeilengruppen auf einer Seite, die so einen wesentlichen Bestandteil eines Gedichtaufbaus bildet. In seiner extremsten Form führt dieses zum Verfassen von konkreter Dichtung.
Dichtung und Rhetorik
Rhetorische Figuren wie Analogie und Metapher werden häufig in der Dichtung verwendet. Bereits Aristoteles hielt es in seiner Poetik, für "die bei weitem größte Sache, ein Meister der Metapher zu sein". Mit dem Aufkommen der Moderne verzichten viele Dichter auf dieses Instrumentarium zugunsten einer direkteren Darstellung von Sachen und von Erfahrungen.
Die Geschichte der Dichtung
Dichtung als Kunstform setzt eine gewisse literarische Bildung voraus. In den vorliterarischen Gesellschaften praktizierte man die erzählende Dichtung. Sie diente häufig als Mittel der Erinnerung mündliche Überlieferung, des Epos, der Genealogie, der religiösen Überlieferung und dem Erlass von Gesetzen sowie anderen Ausdrucksformen, die heute üblicherweise in Prosa verfasst werden.
Zusätzlich zu diesen Formen gab es die persönlicheren kürzeren Gedichte, die dem Gesang vorbehalten waren. Diese wurden Lyrik genannt (v. griech.: lyra Leier – Begleitinstrument).
Die Griechen schufen auch dramatische Dichtung beim Schreiben ihrer Dramen für das Theater.
In den vorliterarischen Gesellschaften entstanden alle diese Formen der Dichtung zum Zwecke und manchmal während einer Aufführung. Insofern war der Wortlaut der Gedichte bis zu einem bestimmten Grade fließend, da der Darsteller diesen von einer Aufführung zu anderen ändern konnte.
Die Einführung der Schrift bewirkte, dass der Inhalt eines Gedichtes als die bestimmten Version fixiert wurde, die als gerade Aufgeführte notiert wurde und so überlebte. Schriftliche dichterische Tätigkeit bedeutete auch, dass die Dichter begannen, nicht für ein Publikum, das vor ihnen saß, zu schreiben, sondern für einen abwesenden Leser.
Später beschleunigte die Erfindung des Buchdrucks diese Tendenz. Die Dichter schrieben jetzt mehr für das Auge als für das Ohr.
In den neueren Zeiten haben einerseits das Aufkommen der elektronischen Medien, andererseits die Praxis der Dichterlesungen zu ein Wiederaufleben von aufgeführter Dichtung beigetragen. So ist heutige Dichtung oftmals gleichermaßen Dichtung sowohl für Auge wie für Ohr.
Begriffe
Versformen
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Stil und Bewegung
Technische Begriffe
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|}Tropen
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Versmaß
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|}Nationale Dichtung
Anderes
siehe auch: Kurzgeschichte, Theater, Roman