Didaktik

Didaktik ist die Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens.

Table of contents
1 Nähere Begriffsbestimmung, Einordnung und Abgrenzung
2 Didaktische Modelle
3 Didaktische Konzepte
4 Weiterführende Informationen

Nähere Begriffsbestimmung, Einordnung und Abgrenzung

Didaktik ist eine Unterdisziplin der Pädagogik. Insoweit sie sich auf spezifische Lehrinhalte bezieht, beruht sie zugleich auf der jeweils zuständigen Fachwissenschaft (Fachdidaktik).

Nach Jank und Meyer [Didaktische Modelle, 1994] befasst sich Didaktik mit der Frage, "wer was wann mit wem wo wie womit warum und wozu lernen soll." Diese Auffassung korrigiert die in der Lehrerausbildung weitverbreitete "Vulgärdefinition" [Jank und Meyer, a.a.O.], derzufolge sich Didaktik nur um das was kümmere, in Abgrenzung zur Methodik, die sich mit dem wie des Unterrichtens befasst. Sachgerechter erscheint es, Methodik als eine Teildisziplin der Didaktik zu verstehen.

Historisch lässt sich jedoch auch der genau umgekehrte Wortgebrauch belegen, demzufolge Didaktik als Teildisziplin der Methodik angesehen wurde: Das Buch "Methodik [sic] des Mathematischen Unterrichts" von Lietzmann und Stender [3. Auflage Quelle und Meyer, Heidelberg 1961] besteht aus den zwei Teilen "Methodik des mathematischen Unterrichts" (mit Kapiteln wie "Ziele" und "Wege der Unterrichtsführung") und "Didaktik der Mathematik" (mit Kapiteln wie "Elementare Algebra" oder "Die Vektormethode auf der Schule").

Didaktische Modelle

Als ein didaktisches Modell bezeichnet man seit ca. 1970 [Blankertz 1969, Ruprecht et al. 1972] ein auf Vollständigkeit zielendes Theoriegebäude zur Analyse und Planung didaktischen Handelns in schulischen und anderen Lehr- und Lernsituationen [Definition nach Jank und Meyer, a.a.O.]. Warum man eine solche Theorie als "Modell" bezeichnet, versucht der Artikel Modell zu erklären.

Vier grundlegende Ansätze haben sich herauskristallisiert:

Bildungstheoretische Didaktik

Bedeutende Vertreter sind:

Von Wolfgang Klafki weiterentwickelt zur konstruktiv-kritischen Didaktik.

(Lehr-)Lerntheoretische Didaktik

Die Vertreter dieser Didaktik streben den Erwerb neuer Fähigkeiten, neuer Einstellungen, neuer Interessen an, mit soziokulturellen Folgen für die Stabilität, für Innovationsfähigkeit der Gesellschaft.

Elemente sind:

  1. Lehr- und Lernziele (kognitive, affektive und pragmatische Ziele)
  2. Lerninhalte
  3. Methoden der Gestaltung des Unterrichts
  4. Medien.

Bedeutende Vertreter sind:

Kommunikative Didaktik

Die Vertreter dieser Didaktik streben die Emanzipation als Folge des Unterrichts an. Unterricht ist ein edukativer und kommunikativer Prozess.

Für den Unterricht sind zwei Aspekte entscheidend

  1. die Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Lerner
  2. der Lehrplan, der weitgehend festgelegt ist.

Informationstheoretisch-kybernetische Didaktik

Die Informationstheorie, 1948 mit einem grandiosen Aufsatz von Claude Shannon begründet, ist von Haus aus ein Untergebiet der Nachrichtentechnik. Unter dem Namen Kybernetik hat insbesondere Norbert Wiener Anwendungen weit über die Technik hinaus vorgeschlagen und damit etwas ausgelöst, was man wohl als eine intellektuelle Mode bezeichnen darf. Grundlegenes Modell ist der Regelkreis. Ein typischer informationstechnischer Begriff, der dauerhaft in die Geisteswissenschaften übergetreten ist, ist die Redundanz.

Die Anwendung auf die Didaktik stammt von

Didaktische Konzepte

Ansätze, die nicht den gleichen Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit wie ein "Modell" erheben, könnte man mit Jank und Meyer [1991] als didaktische Konzepte bezeichnen; solche Konzepte sind insbesondere als Orientierungshilfe für die Praxis gedacht.

Gegenwärtig diskutierte didaktische Konzepte umfassen unter anderem:

Weiterführende Informationen

Literatur

Wikilinks

Pädagogik, Fachdidaktik, Schule, Unterricht, Hausaufgabe, Curriculum.

Weblinks





Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.