Die Grünen (Österreich)

Die Grünen sind eine im österreichischen Parlament vertretene Partei, die 1986 aus den 1982 gegründeten eher konservativen Vereinten Grünen Österreichs (VGÖ) und der progressiveren Alternativen Liste Österreich (ALÖ, gegr. 1983) als Grüne Alternative (GA) entstanden ist. Seit 1995 trägt sie die offizielle Bezeichnung Die Grünen - Die Grüne Alternative (Grüne).

Die Kampagne gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf (1978) war so etwas wie die Zeugung der Grün-Bewegung; ihre Geburt erfolgte dann 1984 beim erfolgreichen Widerstand gegen das Donaukraftwerk Hainburg (Besetzung der Hainburger Au). 1986 zogen die Grünen mit 4,82% der Stimmen und acht Mandaten in das österreichische Parlament ein. Bei der vorgezogenen Nationalratswahl 2002 erlangten die Grünen bundesweit 9,47% der Stimmen und 17 Mandate. Auch im Europaparlament und in mehreren Landtagen und Gemeinderäten sind die Grünen vertreten.

Die ursprünglich sehr weitgehende Basisdemokratie mit Rotationsprinzip wurde im Laufe der Zeit reduziert. Heute setzen sich die Grünen neben der Ökologie auch für die Rechte der Minderheiten und für eine ökosoziale Steuerreform ein. Analysen zeigen, dass die Grünen vor allem ein jüngeres, urbanes, gebildetes Publikum ansprechen.

2003 scheiterten Regierungsverhandlungen mit der ÖVP.

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