Als Digitalfotografie wird die Fotografie mit Hilfe eines digitalen Fotoapparats bezeichnet.
Die Objekte werden dabei von einem elektronischen Sensor erfasst, digitalisiert und gespeichert.
Die Auflösung der Digitalfotografie erreicht bereits die Qualität eines Kleinbild-Films.
Vorteile sind u.a. die wegfallende Filmentwicklung und die einfache, günstige und platzsparende Archivierbarkeit.
Weiter eignet sich eine Digitalkamera sehr gut zum Erlernen der Fotografie, da man misslungene Aufnahmen einfach löschen kann.
Ebenso ist es sehr einfach möglich, die Bilder nachzubearbeiten.
Nachteile
- Der relativ hohe Stromverbrauch der Kameras, der die Einsatzzeit beschränkt.
- Eine im Vergleich zur herkömmlichen Fotografie hohe Latenzzeit beim Auslösen (also der Zeit zwischen Betätigung des Auslösers und der tatsächlichen Aufnahme). Ähnliches gilt für die Zeit vom Einschalten der Kamera bis zum ersten Foto.
- Auch lassen sich Kleinbildfilme fast überall kaufen, während man die Speichermedien der Digitalkamera wesentlich schwerer und nur zu einem vergleichsweise hohen Preis erwerben kann, man ist also auf ausreichende Kapazität des internen Mediums sowie eine regelmäßige Sicherung auf ein externes Medium angewiesen.
- Auf Grund der vom Kleinbild-Format abweichenden Chipgrößen sind Objektive auch derzeit nicht für Analog- und Digitalkameras gleichermaßen einsetzbar. Aus diesem Grund sind auch extreme Weitwinkel-Objektive für die Digitalfotografie nicht verfügbar.
- Der Effekt der Schärfentiefe ist mit Digitalkameras wesentlich schwerer kontrolliert einzusetzen.
- Der Bildsensor ist wärmeempfindlich, d.h., er produziert dann ein höheres Bildrauschen.
- Kontrastumfang und Farbtiefe sind geringer als bei herkömmlichen Film (Stand 2003).
Vorteile
- Man kann mit dem LCD-Bildschirm den Bildausschnitt gut kontrollieren. Hier entspricht die Funktion derjenigen einer Spiegelreflexkamera, sie wird jedoch in einem viel kleineren Apparat geboten.
- Man kann gleich nach der Aufnahme das Resultat grob kontrollieren und gegebenenfalls noch eine weitere Aufnahme machen. Eine misslungene Aufnahme kann gleich in der Kamera gelöscht werden.
- Der Weg zur Webpublikation von Aufnahmen ist viel kürzer, weil das oft problematische Einscannen von Dias oder Papierbildern entfällt. Man stellt eine verhältnismäßig kleine Auflösung ein und kann die Aufnahme dann direkt verwenden.
- Der Filmwechsel für unterschiedliche Lichtverhältnisse ist nicht mehr notwendig.
- Keine Kosten für missglückte Bilder.
- Hoher Lerneffekt.
Heutige Digitalkameras werden meist über einem USB-Anschluss mit dem PC verbunden, bei professionellen Geräten auch über den Firewire-Anschluss. Sie erscheinen vom PC aus wie externe Festplatten, auf denen die Bilder gespeichert sind und von dort kopiert werden können.
Aufnahmemedien
Aufnahmemedien in der Digitalfotografie sind (siehe auch Speichermedium):
Eine allgemeine Kaufberatung findet sich im Artikel Digitaler Fotoapparat.
Weblinks