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Dionysos ist in der griechischen Götterwelt der Name für zwei sagenhafte Figuren, von denen der zweite Dionysos als "Gott des Weines" die weit bekanntere ist.
| Table of contents |
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2 Der zweite Dionysos 3 Die Rebsorte 4 Quellen |
Der erste Dionysos
In den orphischen Geschichten zeugt Zeus den Dionysos mit Persephone oder Demeter.
In der Erzählung, die Demeter als seine Mutter angibt, "nähert" sich Zeus seiner Tochter Persephone in Absprache mit deren Mutter Demeter - was nach Karl Kerényi auf den frühen Ursprung der Erzählung verweist - in Schlangengestalt. Eine von mehreren Versionen der Erzählung berichtet, dass die Titanen - von Hera, der eifersüchtigen Gattin des Zeus, aufgestachelt - sich dem spielenden Kind nähern, es zerrissen (oder rituell zerschneiden), kochen und über dem Feuer braten, bevor sie es verspeisen. Zeus, der vom Duft des Braten angelockt wird, treibt die Titanen mit einem Blitz zurück in die Unterwelt, wobei aus dabei entstandener Asche der Weinstock entstanden sei.
Der zweite Dionysos
Ein zweiter Dionysos ist in der griechischen Mythologie bekannt als der Sohn des Zeus und seiner Geliebten Semele. Er entspricht dem römischen Gott Bacchus und gilt als Gott des Weins und der Fruchtbarkeit.
Die eifersüchtige Hera habe sie in einer Verkleidung überredet, sie möge sich von Zeus erbitten, sich ihr ebenso zu zeigen, wie er sich Hera zeige. Zeus habe sich ihr somit als Blitz "genähert" und sie verbrannt. Da sie mit Dionysos schwanger gewesen sei, habe Zeus ihr Kind zu sich genommen. An der Stelle wo Semele starb, sei später ein Weinstock gestanden.
Zeus nähte sich die unreife Leibesfrucht der Semele in seinen eigenen Schenkel. Nachdem Zeus den Dionysos geboren hatte, wurde er von drei Ammen groß gezogen.
Dionysos wurde oft mit einem Gefolge aus Nymphen und Satyrn dargestellt, das zügellose Orgien feierte. Ihm zu Ehren wurden in Griechenland die Dionysien, im antiken Rom die Bacchanalien gefeiert.
Die Rebsorte
Weiße Rebsorte, die das Ergebnis einer Kreuzung aus Silvaner x Riesling mit Müller-Thurgau ist und vor allem in Deutschland, aber auch in England angebaut wird. Bacchus verdankt ihre Popularität unter Winzern der Tatsache, dass sie, im Gegensatz zu Riesling, eine frühreifende Rebsorte ist, die zugleich sehr hohe Reifegrade, ausgedrückt in Grad Öchsle, erreicht und deshalb in Weinbergslagen angebaut werden kann, die für Riesling ungeeignet sind. Die aus Bacchus gewonnenen Weinen sind oft aromatisch und fruchtig, aber nur, wenn das Lesegut völlig reif ist. Ein Nachteil ist, dass es diesen Weinen dann oft an genügend Säure fehlt. Sie macht sich häufig als Verschnittspartner der Müller-Thurgau nützlich, deren relativ neutrale Weine sie mit ihrer Frucht und ihrem Bouquet bereichert. Zusammen sind sie ein fester Bestandteil der allgegenwärtigen Liebfrauenmilch.