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Aus der Verschmelzung beider zunächst einander gegenübertretender Satzweisen entwickelte sich der eigentliche Kontrapunkt. Der Discantus war anfänglich durchaus nur zweistimmig; der Melodie des Cantus planus wurde Note gegen Note eine abweichende höhere (!) gegenübergestellt und zwar ohne vorgängige Auszeichnung von den Sängern improvisiert. Später stellte man zwei und drei diskantierende Stimmen auf, und nun wurde die schriftliche Bearbeitung unerläßlich.
Die nach den ältesten Regulae discantandi einzig zulässigen Intervalle waren die Oktave, Quinte und der Einklang.
Siehe auch: Diskant, Sopran (franz. Dessus)