Dogma

Ein Dogma (griech. Beschluss, Lehrsatz) ist eine Basisaussage, die von einer Gruppe von Menschen als grundlegend und nicht verhandelbar für eine Religion, Weltanschauung oder Wissenschaft festgelegt oder erkannt wurde.

Im engeren Sinne wird der Begriff Dogma nur in der Theologie im Rahmen der Dogmatik und in der Philosophie verwendet.

In der christlichen Theologie sind Dogmen Ausdruck der Verlässlichkeit Gottes, der sich in Jesus Christus letztgültig gezeigt hat. Jedes Einzeldogma hat seine Wahrheit nur in Bezug auf das Ganze des Christusgeheimnisses. Nur von dorther kann es richtig verstanden werden. Dogmen der Kirche sind unwiderruflich. Sie sind jedoch nach vorn offen für Neuinterpretationen in neuen Kontexten und neuem Sprachgebrauch.

Benutzt man den Begriff Dogma in einer anderen Wissenschaft, dann tut man dies meist mit einem kritischen Unterton dergestalt, dass jemand nicht bereit wäre, seinen "dogmatischen" Standpunkt neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen gegenüber zu öffnen.

Table of contents
1 Dogmen in der christlichen Kirche
2 Weitere Beispiele von Dogmen
3 Zitate
4 Wörter mit ähnlicher Bedeutung

Dogmen in der christlichen Kirche

Im Laufe seiner 2000 jährigen Geschichte wurden im Christentum verschiedene Glaubenswahrheiten als Dogmen formuliert. Im Einzelnen sind dies:

nur katholisch: nur evangelisch:

Weitere Beispiele von Dogmen

Das zentrale Dogma der Molekularbiologie wurde von Watson aufgestellt. Es beschreibt die Einbahnstraße der Eiweißsynthese DNA=>RNA=>Protein. In der Zwischenzeit wurde es z.B. durch die Existenz von Retroviren widerlegt. Daher wird der Gedanke heute als Ein Gen - ein Enzym - Hypothese bezeichnet.

Zitate

Wörter mit ähnlicher Bedeutung

siehe auch: Verwandte Themen: Doktrin





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