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Donny the Punk ist das Pseudonym von Stephen Donaldson, Gründer der Organisation "Stop Prisoner Rape", und angesehene Persönlichkeit in der Punk- und der antirassistischen Skinheadbewegung der USA. (Nicht zu Verwechseln mit dem Autor von Fantasy-Erzählungen gleichen Namens).
Stephen Donaldson wurde in den USA geboren. Er nahm am Protest gegen den Vietnamkrieg teil und wurde bei einer Quäker-Friedensdemonstration 1973 vor dem Weißen Haus verhaftet. Im Gegensatz zu anderen Demonstrationsteilnehmern weigerte er sich aus Prinzip, die 10 $ Buße zu bezahlen.
Er wurde darauf hin in einen Gefängnisteil mit Gewaltverbrechern eingeschlossen, und in den folgenden 24 Stunden Dutzende Male anal und oral vergewaltigt. Nach der Einlieferung in ein Spital hat er eine Pressekonferenz einberufen, und die Vergewaltigungen öffentlich gemacht. Er war damit der erste Aktivist, der das Thema der Vergewaltigung von Männern in der USA bekannt machte.
Als Folge dieser ersten Erfahrungen hatte er schwere psychische Probleme, landete öfters wieder in Gefängnissen. Das Wort punk in seinem Namen kommt zuerst mal aus der Umgangssprache der Insassen, wo es einen Gefangenen bezeichnet, der mit einem anderen Gefangenen Sex gegen Beschützung austauscht. "Donny the Punk" war seine neue Identität, die er sich auf Shirts und Gürtelschnallen schreiben ließ.
Daneben war er bei vielen Punkmusik-Konzerten anzutreffen, schrieb für viele Fanzines Artikel und Interviews und hatte Auftritte als Spoken-Word-Künstler.
Von 1988 bis zu seinem Tod war Stephen Donaldson Präsident der Organisation "Stop Prisoner Rape", die Gefangenen bei der Verarbeitung von psychischen und physischen Folgen der Vergewaltigung hilft und dafür arbeitet, dass diese verhindert werden können. Er starb im Juli 1996 mit 49 Jahren an den Folgen von AIDS, mit dem er bei den Vergewaltigungen angesteckt worden ist.