Dorier

Die indogermanischen Dorier oder auch Dorer wanderten im Zuge einer großen Völkerwanderung (Dorische Wanderung) ungefähr zum Ende des 13. Jahrhunderts bzw. zu Beginn des 12. Jahrhunderts v. Chr. aus dem dalmatinisch-albanischen Raum kommend von Mittelgriechenland über den Golf von Korinth auf die Peloponnes und nach Kreta. Es wird angenommen, dass das Volk der Dorier der letzte der vier hellenischen Hauptstämme war, welches nach Griechenland zog.

Man bezeichnet sie als ein Volk, das ursprünglich aus Hirten und Bauern bestand, dessen Männer im Laufe ihrer Wanderung jedoch immer mehr zu Kriegern wurden. Auf ihrer Reise durch Griechenland traten sie als Zerstörer auf. Vor allem die mykenische Kultur, die bis zu ihrer Ankunft führend gewesen war, musste ihnen weichen. Allerdings muss man solche Angaben mit Vorsicht behandeln, denn nicht umsonst wird die Zeit zwischen 12. und 9./8. Jh. v. Chr. als das "dunkle Zeitalter" in der Geschichte Griechenlands bezeichnet. Aufgrund des Fehlens von schriftlichen Aufzeichnungen ist die Forschung auf die Zeugnisse der Archäologie angewiesen bzw. auf Überlieferungen später lebender Autoren.

Einen historisch bedeutend Staat bildeten die Dorier auf der Peloponnes, wo sie sich letztendlich in Sparta zu einem 'Herrenvolk' entwickelten, das nach einem Sklavenhalterprinzip herrschte und neben Athen zur vorherrschenden Macht (=Hegemonialmacht) in Griechenland wurde.

Siehe auch: Dorischer Baustil

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