Dualismus

Unter Dualismus versteht man das Prinzip der Koexistenz zweier (dual steht für zwei) gegensätzlicher Elemente, die nicht ohne ihr Gegenstück betrachtet werden können. So kann man den Tag nur deshalb als solchen wahrnehmen, weil es auch eine Nacht gibt, oder das Böse, weil es auch das Gute gibt. Da die beiden Teile sich wechselseitig bedingen, sind sie auch gleichwertig, d.h. keines ist wichtiger. Es sind sozusagen zwei Seiten derselben Münze. Siehe auch: Yin und Yang.

In der Philosophie und Religion wird mit Dualismus das Wirken zweier entgegengesetzter Kräfte gemeint, z.B. Gut und Böse. Der Zoroastrismus ist ein Beispiel für eine stark dualistisch geprägte Religion.

In der Physik bezeichnet man mit Dualismus das Paradigma der Quantenmechanik, demnach Licht (oder Materie) sowohl Wellen- als auch Teilcheneigenschaften besitzt (siehe Welle-Teilchen-Dualismus).



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