Durchforstung

Die Durchforstung ist eine waldbauliche Maßnahme. Sie dient in erster Linie dazu, den Holzertrag zu steigern.

Es lassen sich bei der Durchforstung zwei Stufen unterscheiden.

Die negative Durchforstung

Dabei werden alle unerwünschten Pflanzen beseitigt. Unerwünscht sind Pflanzen, die die Nutzholzbäume überwachsen, kranke oder kränkelnde Bäume sowie Pflanzen, die die Holznutzung erschweren (Dornengewächse etc).

Positive Durchforstung

Bei der positiven Durchforstung sucht man zuerst die Zukunftsbäume und markiert sie. Die Zukunftsbäume sind die Bäume, von denen man sich erhofft, sie mit dem größten Ertrag ernten zu können, also die größten, gesundesten, am schönsten gewachsenen Bäume. Danach bestimmt man die Bäume die die Zukunftsbäume direkt konkurrieren und fällt sie.

In der Praxis vermischen sich die beiden Durchforstungsarten regelmäßig, wobei das Bestimmen der Zukunftsbäume immer den Schritt in die positive Durchforstung bedeutet.

Man kann den Ausbildungsstand und das Verständnis für die naturschützerischen Belangen von einer Durchforstungscrew an der Durchforstung ersehen. Ausgebildete Forstleute beachten auch, was natürlich gewachsen ist und sind bereit auch solches zu fördern, sei es um die Widerstandsfähigkeit des Bestandes zu erhöhen (Artenvielfalt etc.) oder aus anderen ökologischen Gesichtspunkten.

Siehe auch: Wald, Nutzwald, Mischwald, Baum, Baumschutz



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