Eduard Schewardnadse


Schewardnadse (links) 1994 mit Bill Clinton

Eduard Schewardnadse (georgisch ედუარდ შევარდნაძე, russisch Эдуард Амвросьевич Шеварднадзе) (* 25. Januar 1928) war von 1995 bis 2003 Präsident von Georgien.

Eduard Schewardnadse wurde im georgischen Kreis Lantschchuti (Provinz Gurien) geboren und trat 1948 der kommunistischen Partei bei. 1959 wurde er Mitglied des Obersten Sowjets der Georgischen SSR und war von 1968 bis 1972 georgischer Innenminister sowie von 1972 bis 1985 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei der Georgischen SSR. Von 1985 bis 1990 war er Außenminister der Sowjetunion.

Schewardnadse war der zweite Präsident Georgiens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991. Im Jahre 1992 wurde der georgische Präsident Zviad Gamsachurdia von der Macht verdrängt, das Amt des Präsidenten daraufhin abgeschafft und Schewardnadse zum Vorsitzenden des georgischen Staatsrates ernannt. Nach der Wiedereinführung der Präsidentschaft im November 1995 wurde Schewardnadse mit 70 % der Stimmen zum Präsidenten gewählt und im Jahre 2000 in seinem Amt bestätigt.

Ab Mitte der 1990er versuchte Schewardnadse zwar sich politischen Nachwuchs heranzuziehen, indem er junge engagierte Leute, die im Ausland studiert hatten, zurück nach Georgien holte. Jedoch misslang es ihm, da dieser Nachwuchs schon ganz vom demokratischen Gedanken beseelt war und sich schnell gegen ihn stellte. Zu diesem gehören zum Beispiel Nino Burdschanadse oder Michail Saakaschwili, die in der Samtenen Revolution entscheidende Rollen spielten.

Schewardnadses Block Für ein neues Georgien ging offiziell als Sieger aus der Wahl vom 2. November 2003 hervor. Allerdings wurde die Korrektheit der Wahl von der Opposition angezweifelt. Mit Demonstrationen und Aufrufen zum zivilen Ungehorsam wurde versucht, den Rücktritt Schewardnadses und Neuwahlen zu erzwingen.

Nachdem am 22. November 2003 das Parlamentsgebäude und der Präsidentenpalast von Menschenmengen gestürmt wurden, reichte Schewardnadse am 23. November seinen Rücktritt ein.

Siehe auch: Samtene Revolution im November 2003





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