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2 Nachleben 3 Werk 4 Werke 5 Literatur 6 Weblinks |
Im Jahr 1894 heiratete sie den Arzt Dr. Jonathan Berthold Lasker und
noch im gleichen Jahr übersiedelten sie nach Berlin.
Am 24. August 1899 wurde ihr Sohn Paul geboren und es erschienen
die ersten Gedichte.
Am 11. April 1903 kam es zur Scheidung von Berthold Lasker und
einer neuen Eheschließung mit Georg Lewin am 30. November, dem sie den
Namen Herwarth Walden gab.
Nach der Trennung von Herarth Walden 1910, wurde auch die zweite Ehe 1912 geschieden. Ohne eigenes Einkommen lebte Else Lasker-Schüler jetzt von der Unterstützung durch Freunde, insbesondere Karl Kraus. Ebenfalls 1912 begegnete Else Lasker-Schüler Gottfried Benn. Es entwickelte sich eine intensive Freundschaft, die ihren literarischen Niederschlag in einer großen Zahl Benn gewidmeter Liebesgedichte fand.
1927 starb ihr Sohn Paul.
1932 wurde die Dichterin mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet.
1933, am 19. April emigrierte sie nach Zürich, erhielt dort aber, selbst als Dichterin, Arbeitsverbot.
1934 und 1937 unternahm sie Reisen nach Palästina.
1938 wurde ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.
1939 reiste sie zum dritten Mal nach Palästina und durch den Kriegsausbruch wurde sie an einer Rückkehr in die Schweiz gehindert.
1944 erkrankte sie schwer.
Nach einem Herzanfall am 16. Januar starb Else Lasker-Schüler am
22. Januar 1945; sie wurde auf dem Ölberg in Jerusalem begraben.
In Berlin-Schöneberg, Motzstraße 7, erinnert eine Gedenktafel an Else
Lasker-Schüler; sie lebte hier von 1924 bis 1933.
Else Lasker-Schüler hat ein umfangreiches lyrisches Werk, drei Dramen, als Prosawerke kürzere Skizzen und Erzählungen, sowie Briefe und Dokumente hinterlassen.
Zu ihren Lebzeiten erschienen ihre Gedichte sowohl in verschiedenen Zeitschriften wie z.B. der Zeitschrift ihres zweiten Mannes Der Sturm oder der Fackel von Karl Kraus, als auch in einer ganzen Reihe von ihr selbst zusammengestellten und z.T. auch illustrierten Gedichtbänden, darunter:
In ihrem Werk nimmt Liebeslyrik einen breiten Raum ein, aber daneben finden sich tief religiöse Gedichte, Gebete. Die Übergänge sind dabei oft fließend. Vor allem das spätere Werk ist reich an biblischen und allgemeiner orientalischen Motiven. Lasker-Schüler ist sehr frei gegenüber den äußeren Regeln poetischer Form, dabei gelingen ihr aber Werke von großer innerer Konzentration. Auch vor sprachlichen Neuschöpfungen schrickt sie nicht zurück.
Ein hervorragendes Beispiel ihrer Dichtkunst ist »Ein alter Tibetteppich«, ein Gedicht das nach seiner Erstveröffentlichung im Sturm viele Nachdrucke erfahren hat, den ersten davon in der Fackel:class="external">[1
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