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Hochradioaktiver Abfall bleibt viele tausend Jahre aktiv, daher sind die Anforderungen an ein Endlager entsprechend hoch.
In Gorleben wurde ein unterirdischer Salzstock als Endlager in Erwägung gezogen, bisher ist jedoch in Deutschland noch keine Lagerstätte als Endlager genehmigt. Zur Zeit befinden sich die radioaktiven Abfälle in einem Zwischenlager in Gorleben, nur wenige hundert Meter vom potentiellen Endlager entfernt.
Zur Endlagerung muss der radioaktive Müll zuerst aus den derzeitigen Castor-Lagerbehältern in kleinere Behälter umgefüllt werden. Für diesen komplizierten und gefährlichen Vorgang existiert derzeit noch kein Verfahren.
Für den Betrieb kerntechnischer Anlagen ist die mögliche Entsorgung, z.B. durch ein atomares Endlager von entscheidender Bedeutung. Von daher ergibt sich, das das Für und Wider einer Entsorgung in vielerlei hinsicht zu einem Politikum wird. Es gibt sowohl Bemühungen von Atomkraftgegner jegliche Entsorgung als unmöglich zu deklarieren, weil damit das Ende der Atomkraft besiegelt wäre. Ebenso gibt es aber auch Bemühungen von Atomkraftfreunden, Entsorgungslösungen wie die Endlager (oder auch die Wiederaufarbeitungsanlagen ) mit politischem Druck und ohne jedes Gegenargument zu bedenken, durchzusetzen.
Umstritten ist dabei auch, wie hoch die Anforderungen an ein Endlager sein sollen. Durch die hohe Halbwertszeit des Atommülls müßte man sowohl an die Haltbarkeit als auch bei dem Schutz vor möglichen Mißbrauch Anforderungen stellen, deren Erfüllbarkeit von heute aus kaum prognostizierbar wären. Insofern wird den Betreibern von Endlagern von Atomkraftgegnern häufig unterstellt, sie würden nach dem Prinzip Hoffnung vorgehen. Die Entsorgungsfrage ist die Kernfrage in der Atomtechnik.