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Der Episkopalismus sieht die höchste kirchliche Autorität in den Bischöfen und erkennt keine Instanz über ihnen an. Da die Konzile in der Regel Bischofsversammlungen sind, besteht große Nähe zum Konziliarismus.
Geschichtlich stand der Episkopalismus im Dauerkonflikt mit den Rechten der Patriarchen, im Westen insbesondere mit dem römischen Patriarchen, dem Papst. Römische und deutsche Kaiser sowie totalitäre Machthaber des 20. Jahrhunderts förderten ihn, weil er staats- und nationalkirchliche Tendenzen begünstigt. Die Dogmatisierung des päpstlichen Lehr- und Jurisdiktionsprimats auf dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870) entzog dem Episkopalismus innerhalb der katholischen Kirche den Boden.
siehe auch Kongregationalismus, Presbyterianismus