Erbrechen

Als Erbrechen bezeichnet man die schwallartige Entleerung des Magen- oder Speiseröhreninhaltes rückwärts durch die Speiseröhre und den Mund. Die medizinischen Fachbegriffe für das Erbrechen sind Emesis und Vomitus.

Es gibt verschiedene Arten des Erbrechens:

Das Erbrechen wird durch eine komplizierten Nervenmechanismus vom Brechzentrum gesteuert. Beim Brechreflex sind der zehnte Hirnnerv, (der Nervus vagus) und der Nervus glossopharyngeus, Nerven der Atemwege, Nerven für die Bauchmuskeln und das Zwerchfell aktiviert.

Die Auslösung des Erbrechens kann indirekt über die Rachen- oder Magenschleimhaut, die Geruchs- oder Geschmacksorgane oder über das Gleichgewichtsorgan erfolgen.

Auch eine direkte Reizung des Brechzentrums durch mechanische Ursachen wie z. B. erhöhten Hirndruck oder chemische Stoffe löst Erbrechen aus.

Erbrechen kann seelische Ursachen wie z. B. Essstörungen haben.

Beim Erbrechen geht Flüssigkeit und Magensäure verloren. Auch kann es durch das Erbrechen zu einem Einriss in der unteren Speiseröhre kommen.

Die Behandlung des Erbrechens sollte sich nach den Ursachen richten. Bei einer mechanischen Ursache im Magendarmtrakt ist eine Magensonde hilfreich. Bei Gleichgewichtsstörungen hilft ein Beruhigungsmittel. Bei Migräne hilft Metoclopramid. Bei Zytostatikanebenwirkungen helfen Zofrane.

Problematisch bei der Behandlung des Erbrechens ist die mangelhafte Aufnahme von Medikamenten, die in Form von Tabletten oder Tropfen gegeben werden. Deswegen ist oft eine parenterale Medikamentengabe und zusätzlich ein Flüssigkeits- und Salzausgleich notwendig.

Die erbrochene Flüssigkeit kann bei Hinweisen auf kriminelle Ursachen des Erbrechens als Beweismittel große Bedeutung haben.

Stichworte: Brechzentrum - Emetika - Antiemetika

Die Ursachen des Erbrechens sind vielfältig:

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