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Kronprinz Ernst August Wilhelm Adolph Georg Friedrich war der einzige Sohn des blinden Königs Georg V (1819-1878) von Hannover und der Marie von Sachsen-Altenburg. Er wurde während der Regentschaft seines Großvaters König Ernst August in Hannover geboren und wurde nach dessen Tod und der Thronbesteigung seines Vaters im November 1851 Kronprinz. Nach der Annexion des Königreichs Hannover durch preußische Truppen 1866 und der Entthronung seines Vaters folgte er diesem ins österreichische Exil.
Als König Georg V. 1878 in Paris starb, folgte er als 3. Herzog von Cumberland und Teviotdale und Königin Victoria ernannte ihn zum Ritter des Hosenbandordens (Order of the Garter, 1. August 1878). Am 22. Dezember heiratete er in Kopenhagen Prinzessin Thyra von Dänemark, die jüngste Tochter König Christians IX von Dänemark und Schwester der späteren englischen Königin Alexandra und der russischen Zarin Maria Fedorovna.
Kinder aus der Ehe mit Thyra von Dänemark:
Als am 18. Oktober 1884 Herzog Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, ein entfernter Cousin, ohne direkte Erben starb, meldete Cumberland als Haupt des Welfenhauses seine Ansprüche auf das Herzogtum Braunschweig an und erklärte, der deutschen Reichsverfassung gemäß regieren zu wollen. Da er aber auf Hannover nicht verzichtete, sondern in einem Brief an die Königin Viktoria schon 1878 erklärt hatte, dass seine Anerkennung der Reichsverfassung keineswegs die Aufgabe seiner hannoverschen Erbansprüche bedeute, erklärte der Bundesrat auf Antrag Preußens am 2. Juli 1885, dass die Regierung des Herzogs von Cumberland in Braunschweig mit den Grundprinzipien der Bundesverträge und der Reichsverfassung nicht vereinbar sei.
Erst 1913 versöhnte sich der Herzog von Cumberland teilweise wieder mit den Hohenzollern, als sein jüngster Sohn Ernst August die einzige Tochter Kaiser Wilhelms II, Viktoria Louise, heiratete. Er verzichtete zugunsten seines Sohnes auf die Ansprüche auf das Herzogtum Braunschweig, der somit am 1. November 1913 regierender Herzog von Braunschweig Lüneburg wurde, sein Herzogtum allerdings - wie alle deutschen Fürsten - als Folge des Ersten Weltkriegs im November 1918 wieder verlor. Wilhelm II. ernannte Ernst August (d. Ä.) zum Ritter des Schwarzen Adlerordens.
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte zu einem Bruch zwischen dem englischen Königshaus und ihren hannoverschen Cousins. Da Ernst August auf deutsch/österreichischer Seite stand und "Waffen gegen England trug" wurden ihm - wie auch dem Herzog von Albany - 1919 alle britischen Adelstitel und -rechte entzogen. Zwar haben seine Erben das Recht, um Wiedereinsetzung zu bitten, haben aber bis heute keinen Gebrauch davon gemacht.
Der ehemalige Kronprinz von Hannover und gewesene Herzog von Cumberland starb am 14. November 1923 im von ihm erbauten Schloss Cumberland in Gmunden, Österreich.