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Ernst August Friedrich Ruska (* 25. Dezember 1906 in Heidelberg, † 27. Mai 1988 in Berlin) war ein deutscher Elektrotechniker.
Ruska studierte in Berlin und promovierte 1934. Von 1933 bis 1955 übte er verschiedene Tätigkeiten in der Industrie aus, 1949 wurde er zum Professor an der FU Berlin ernannt, ab 1959 lehrte er auch an der TU Berlin. 1955 wurde er Direktor am Fritz-Haber-lnstitut der Max-Planck-Gesellschaft.
Ruska gilt als einer der Wegbereiter der Elektronenmikroskopie. 1931 baute er zusammen mit Max Knoll das erste Versuchsmodell mit magnetischen Linsenn. Es beruhte auf der Tatsache, dass Magnetfelder Elektronen wegen ihrer Ladung ablenken können und sich Elektronenstrahlen in gleicher Weise bündeln und fokussieren lassen wie Lichtstrahlen durch Linsenn. Da die Wellenlängen der Elektronen beträchtlich kürzer sind als diejenigen des Lichts, war das Elektronenmikroskop wesentlich wirksamer als ein optisches Mikroskop herkömmlicher Art. Ruska vervollkommnete seine Erfindung mit dem Ingenieur Bodo von Borries, sodass es 1938/39 serienmäßig hergestellt werden konnte. 1986 erhielt Ruska mit Gerd Binnig und Heinrich Rohrer (Erfinder des Rastertunnelmikroskops) den Nobelpreis für Physik.