Erster Klemensbrief

Der erste Clemensbrief ist ein Brief von Papst Klemens I an die Gemeinde von Korinth. Die Datierung des Briefes ist umstritten, der Brief stammt aber sehr sicher vom Ende des 1. Jahrhunderts oder dem Anfang des zweiten Jahrhunderts. Der Brief ist nicht Bestandteil des Neuen Testaments. Da der Brief historisch sehr gut belegt ist, wird an seiner Autentizität kaum gezweifelt - er gilt als eine wichtige Quelle des Urchristentums.

Table of contents
1 Quellen
2 Inhalt
3 Autor
4 Sekundäre Quellen

Quellen

Frühe Quellen sind der Codex Hierosolymitanus, der 1873 in Konstantinopel entdeckt wurde und seit 1887 in der Patriarchatsbibliothek aufbewahrt wird. Der auf 1056 datierte Codex enthält neben dem vollständigen Brief das AT, das NT, den Barnabasbrief, den Zweiten Klemensbrief, Didache und 12 Ignatiusbriefe.

Im Codex Alexandrinus aus dem 5. Jahrhundert folgt der Erste Klemensbrief auf die Apokalypse, der Brief-Text ist nicht vollständig im Codex enthalten.

Der Brief ist ferner im Lateinischen Codex enthalten, einer sehr alten Übersetzung vermutlich aus Rom. Erhalten ist eine Handschrift aus dem 11. Jahrhundert, aufbewahrt im Kloster Florennes.

Daneben existieren lückenhafte, koptische Fragmente aus dem 4. bis 8. Jahrhundert.

Inhalt

Zentrales Anliegen sind Probleme in Korinth, insbesondere die Absetzung von Presbytern in der dortigen Gemeinde. Der Brief ist ein sehr frühes Beispiel für den judikativen Einfluss der römischen Päpste auf andere Gemeinden - das beginnende Primat des Papstes in der Kirche.

Autor

Inhalt und Form nach handelt es sich um Klemens Romanus - Papst Klemens I.

Sekundäre Quellen

Laut Irenäus kannte Clemens noch die Apostel und verkehrte mit ihnen. Irenäus berichtet auch von den Problemen der korinthischen Gemeinde und von dem Brief Klemens.




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