Erzgebirge

Das Erzgebirge (tschech.: Krušné hory) ist ein Mittelgebirge. Über seinen Kamm verläuft die Grenze zwischen Tschechien und Deutschland/Freistaat Sachsen. Es ist etwa 150 km lang und 40 km breit. Östlich schließt sich die Sächsische Schweiz, westlich das Elstergebirge und das Vogtland an. Südlich des Osterzgebirges liegt das Nordböhmische Becken, gegenüber das Böhmische Mittelgebirge.

Das Erzgebirge ist ein Pultgebirge. Es entstand durch einseitige Anhebung einer Erdplatte. Auf deutscher Seite steigt das Gebirge langsam an, auf tschechischer Seite fällt es steil ab. Sehr gut beobachten kann man dies auf dem Mückentürmchen, 807,5 m (Komáří Vížka) (auf tschechischer Seite), welches sich genau auf der Kante des Pultes befindet.

Höchste Erhebungen sind

Seinen Namen hat das Gebirge vom Erzbergbau, der zusammen mit der Besiedlung im 12. Jahrhundert begann. Davor trug es verschiedene Bezeichnungen, zuletzt den germanischen Namen "Miriquido" (Schwarz-/ Dunkelwald). Gewonnen wurden Silber, Blei, Zinn, Kobalt und Eisen. Dieser Erzbergbau kam im 17. Jahrhundert zum Erliegen. Danach breitete sich Holzwaren- und Spielzeugherstellung vor allem im Osterzgebirge aus. Die Uhrenindustrie hat in Glashütte einen Schwerpunkt. Nach 1945 wurden (bis 1960) in größerem Maßstab durch die Wismut A.G für die Sowjetunion Uranerze abgebaut.

Literatur:

Weblinks