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! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Systematik
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| Ordnung: || Raubtiere (Carnivora)
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| Überfamilie: || Katzenartige (Feloidea)
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| Familie: || Katzen (Felidae)
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| Unterfamilie: || Felinae
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| Gattung: || Luchse (Lynx)
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| Art: || Eurasischer Luchs (L. lynx)
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|}Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist eine in Eurasien verbreitete Art der Luchse. Im deutschen Sprachgebrauch ist fast immer diese Art gemeint, wenn von "dem Luchs" die Rede ist.
Mit einer Kopfrumpflänge von 1 m (plus 15 cm Schwanz) und einer Schulterhöhe von 65 cm ist der Luchs die größte Katze Europas. Mit den anderen Arten der Gattung teilt er die langen Pinselohren, den rundlichen Kopf und den sehr kurzen Schwanz. Sein Fell ist gelb bis graubraun und trägt eine Zeichnung aus dunkleren Flecken. Die Fleckung auf dem Fell ist vom Lebensraum abhängig und ändert sich von Region zu Region. Der Eurasische Luchs trägt einen sehr ausgeprägten Backenbart.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Luchses in Europa und Asien ging von den Pyrenäen bis nach Sibirien.
In Europa findet man den Nordluchs nur in einigen geschützten Beständen, die meist durch Auswilderung entstanden.
1846 wurde bei der Ruine Reußenstein der letzte Luchs in Deutschland erlegt.
Heute gibt es wieder Luchse im Pfälzer Wald und einzelne aus Tschechien einwandernde Luchse im Nationalpark Bayerischer Wald. Im Nationalpark Harz läuft ein Auswilderungsprojekt, und einzelne Luchse wurden auch schon wieder im Schwarzwald gesichtet (wahrscheinlich aus der Schweiz eingewandert). 2002 kam es zu der ersten Geburt wilder Luchse in Deutschland seit der Wiedereinführung: Im Harz hatte ein Luchspaar Nachwuchs geworfen.
Heute leben 90 % aller Eurasischen Luchse in der sibirischen Taiga. In Europa gibt es die stärksten Populationen in den rumänischen Karpaten und im Norden Skandinaviens.
Der Eurasische Luchs ist ein Waldtier, das offene Landschaften ebenso meidet wie die Nähe menschlicher Siedlungen.
Der Luchs lebt als Einzelgänger, der vor allem nachts auf kleine Beutetiere jagt. Hasen, Mäuse und Hörnchen gehören zu den bevorzugten Beutetieren. Im Winter wagen es Luchse mitunter, auch Rotfüchse und Rehe zu töten. Nach Katzenart schleichen sich Luchse an die Beutetiere heran und springen sie überraschend an.
Die Pärchen finden sich nur zur Paarungszeit zusammen. Die zwei bis drei Jungen werden meist in einer Felsenhöhle geboren und bleiben bis zum nächsten Frühjahr bei der Mutter.
Die Lebensdauer eines Luchses liegt bei zehn bis zwölf Jahren.
Der Eurasische Luchs wird heute üblicherweise als eigenständige Art betrachtet. Man findet gelegentlich noch den Eurasischen Luchs mit dem Kanadischen Luchs und dem Pardelluchs zu einer gemeinsamen Art, dem Nordluchs, zusammengefasst.
Merkmale
Lebensraum
Lebensweise
Taxonomie
Weblinks
