Evangelische Räte

Als evangelische Räte bezeichnet man in der katholischen Kirche jene Weisungen ("Räte"), die Jesus nicht allen Jüngerinnen und Jüngern gab, sondern nur denen, die er für berufen hielt. Sie werden als wichtige Marksteine für die Christus-Nachfolge angesehen. Insbesondere verpflichten sich die Mitglieder von Orden in ihren Gelübden auf diese Werte:

Armut:
Matth. 19,21
Gemeint ist keine Überbewertung und zu starke Bindung an irdische Güter. In den Bettelorden wird die Armut besonders wichtig genommen, z.B. Franziskaner

Jungfräulichkeit:
Matth. 19,12
Auch als Keuschheit bezeichnet. Bei den zölibatär lebenden Orden ein Verzicht auf sexuelle Beziehungen gemeint. Es gibt auch Gemeinschaften (z.B. Säkularinstitute) für verheiratete Ehepaare und Familien, bei denen unter diesem Wert eheliche Treue gesehen wird, sowie das Verständnis der Sexualität als besondere Art der Begegnung des anderen Menschen und damit als Gottesbegegnung.

Gehorsam:
Matth. 20, 26f
Gehorsam ist die Bereitschaft der Unterordnung in eine Gemeinschaft. In den Orden gibt es einen Oberen Abt, dem gegenüber der Gehorsam versprochen wird.




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