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Das Markusevangelium wird zusammen mit dem Matthäusevangelium und dem Lukasevangelium zu den synoptischen Evangelien gezählt, die viele Parallelen aufweisen.
| Table of contents |
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2 Empfänger 3 Datierung 4 Besondere Merkmale 5 Inhalt 6 Siehe auch: |
Autor
Die früheste Erwähnung eines "Markus" als Autor des Evangeliums findet sich bei Papias von Hierapolis (ca. 130 / 140 n. Chr.). Die altkirchliche Überlieferung bezeugt eindeutig, dass Johannes Markus das Evangelium aufgrund der mündlichen Berichte von Simon Petrus aufgezeichnet hat. Bemerkenswert dabei ist, dass dieser Johannes Markus im Neuen Testament nur eine Nebenfigur und keine besondere Autorität ist.
Verfasser, die die Autorschaft des Johannes Markus anzweifeln, nehmen oft auch andere Orte an, z.B. Antiochia oder Ägypten.
Die Passionsgeschichte und Grablegung könnten aus einer sehr alten Tradition stammen, Hinweise darauf sind der sehr sachliche Stil und insbesondere der Umstand, dass der Name des Hohenpriesters im Gegensatz zu den andern Evangelien nirgends erwähnt ist, was darauf deutet, dass der Text noch während der Amtszeit von Kaiaphas (18 - 37) entstand.
Andererseits ist der Schluss von Markus (16,9-20) vermutlich eine spätere Anfügung.
Markus ist in seinem Evangelium nicht an Kindheitserzählungen über Jesus interessiert. Er konzentriert sich auf das Wirken des erwachsenen Jesus. Er schildert besonders den Eindruck, den Jesus auf seine Mitmenschen machte: Staunen, Ehrfurcht, Bestürzung und Unverständnis. Für Markus lag aber das Zentrum des Wirkens von Jesus im unschuldigen Tod am Kreuz.
Viele Theologen sehen es als das älteste der drei synoptischen Evangelien und vertreten die These, dass sowohl das Matthäus- als auch das Lukasevangelium unabhängig voneinander Materialien aus dem Markusevangelium übernommen haben, und dann einige gemeinsame sowie eine Reihe unabhängiger Quellen hinzugefügt haben. Es gibt allerdings auch andere Thesen zur Entstehung der synoptischen Evangelien.
Empfänger
Jüdische Sitten und aramäische Ausdrücke werden im Evangelium sorgfältig erklärt, was darauf hinweist, dass die Empfänger keine Juden waren. Gleichzeitig gibt es wenig Hinweise auf alttestamentliche Prophezeiungen und ähnliches, was für Juden von Interesse gewesen wäre. Von daher ist die Angabe der Kirchenväter, dass Markus sein Evangelium in Rom für Heidenchristen geschrieben habe, plausibel.Datierung
Das Markusevangelium wird je nach Autor zwischen den Vierziger- und den Neunzigerjahren des 1. Jahrhunderts datiert, mit einem Schwergewicht in den Siebzigerjahren.Besondere Merkmale
Das Markusevangelium erzählt schlicht und realistisch. Jesus wird in 1,1 als Jesus Christus der Sohn Gottes vorgestellt, aber in diesem Evangelium auch besonders menschlich geschildert, er wird zornig und traurig (3,5), hat Hunger (11,12), ist müde (4,38), herzt Kinder (10,16).Inhalt
Siehe auch:
Johannes Markus -- Bibel -- Neues Testament -- Evangelium des Johannes -- Evangelium des Lukas -- Evangelium des Matthäus -- Logienquelle\n