Evaristo Felice dall'Abaco

Table of contents
1 Lebensdaten
2 Würdigung
3 Spuren und Denkmäler

Lebensdaten

1675 geboren in Verona.
1704 Kammermusiker (Cellist) am Münchner Hof.
1704 bis 1715 Dall' Abaco folgt Kurfürst Max II. Emanuel ins Exil (nach der Niederlage Bayerns im Spanischen Erbfolgekrieg). So wird sein Sohn, der spätere Bonner Hofmusiker Joseph Dall' Abaco, 1710 in Brüssel geboren.
1715 bis 1740 nach der Rückkehr Ernennung zum Kammerkonzertmeister und Kurfürstlichen Rat (letzteres für einen Musiker eine ungewöhnliche Ehre).
1742 gestorben in München.

Würdigung

Dall'Abacos Instrumentalmusik gilt als hervorragend. Reclams Konzertführer (161998) etwa urteilt: "... in seinen Konzerten ... verband (er) auf glückliche Weise kontrapunktische Strenge mit italienischem musikalischen Charme." Dennoch ist sein Name heute fast nur Alte-Musik-Insidern bekannt.

Spuren und Denkmäler

Sein Grab befand sich in München auf dem Friedhof bei der Salvatorkirche und wurde 1788 mit diesem aufgelassen. An der Nordseite der Kirche erinnert eine alte Bronzetafel an verschiedene Prominente, denen es ebenso erging. Der auf Dall'Abaco bezogene Text lautet: "Evarist Dall'Abaco, Hofkonzertmeister und Tondichter, †1742".

Seit 1934 gibt es in München eine Abacostraße; seit ca. 1988 trägt ein Studentenorchester seinen Namen. In Verona ist das Konservatorium nach ihm benannt.



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