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Der Expressionismus ist eine Stilrichtung in der Kunst, die als künstlerische Bewegung im frühen 20. Jahrhundert besonders in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, als Kunst des seelischen Ausdrucks dem Impressionismus (Darstellung der äußeren Erscheinung der Dinge) entgegentrat und diesem somit diametral gegenübersteht. Sehr bald nach dem 1. Weltkrieg wird der Expressionismus von neuen Stilrichtungen teils überlagert und teils abgelöst (z.B. Konstruktivismus, Neue Sachlichkeit, Informel, später Die Neuen Wilden, Fotorealismus).
Bevorzugte Themen des Expressionismus sind u.a. die Widersprüche des Lebens ("Geschlechterkampf", Vater-Sohn-Konflikte etc.), politische Revolutionen und Kriege, das soziale Elend. Der Expressionismus richtet sich als Protest gegen die bestehende Ordnung und somit vielfach gegen das bürgerliche Leben. Überkommene künstlerische Formen werden aufgegeben ("Formzertrümmerung"); der Expressionismus steht so auch in Opposition zum Naturalismus.
Expressionistische Künstler berufen sich auch auf Friedrich Nietzsche als Vordenker. Ein Gründungsdokument der Expressionisten war das »Futuristische Manifest« des italienischen Dichters Filippo Tommaso Marinetti, in deutscher Übersetzung in der Zeitschrift Der Sturm (März 1912) erschienen. Der Sturm (hg. von Herwarth Walden) und andere neugegründete künstlerisch-literarische Zeitschriften dienten den Protagonisten als Diskussionsforum.
Wie schon in früheren Zeiten schlossen sich bildende Künstler zu Künstlervereinigungen zusammen ("Die Brücke", "Der Blaue Reiter").
Ein unmittelbarer Vorläufer der Expressionisten des 20. Jahrhunderts
war Vincent van Gogh.
Expressionistische Maler
Literatur
siehe zum literarischen Expressionismus auch: Deutsche Literatur (Expressionismus)