Facility Management

Table of contents
1 Einleitung
2 Definition
3 Erläuterung
4 Quellen

Einleitung

Obwohl es viele der eigentlichen Tätigkeiten, die der Begriff Facility Management umschreibt, schon genauso lange gibt wie Unternehmen und die dazugehörige Infrastruktur selbst, entwickelte sich das FM erst in jüngster Zeit zu einer eigenständigen und anerkannten Management-Disziplin [1]

Noch vor wenigen Jahren war Facility Management nur einigen Experten vertraut. Diese Situation hat sich grundlegend geändert. Inzwischen haben innovative Unternehmen und erste öffentliche Einrichtungen Facility Management gleichberechtigt neben anderen Management-Methoden etabliert und können bereits auf beachtliche Erfolge verweisen [2]

Definition

Für Facility Management existiert bisher noch keine einheitliche Definition. Stattdessen gibt es einige unterschiedliche Auffassungen und somit variierende Definitionsansätze darüber, was alles in dieses Themengebiet hineingehört und was nicht:

Facility Management integriert die Grundlagen der Betriebswirtschaft, der Architektur sowie der Verhaltens- und Ingenieurwissenschaften bei der Koordination des physischen Arbeitsplatzes mit den Menschen und mit der Arbeit der Organisation [3]

Facility Management ist die Betrachtung, Analyse und Optimierung aller kostenrelevanten Vorgänge rund um ein Gebäude, ein anderes bauliches Objekt oder eine im Unternehmen erbrachte (Dienst-) Leistung, die nicht zum Kerngeschäft gehört [4]

Facility Management ist ein strategisches Konzept zur Bewirtschaftung, Verwaltung und Organisation aller Sachressourcen innerhalb eines Unternehmens [5]

Facility Management umfasst auf der strategischen Managementebene eine kompetente Outputorientierung für betriebsunterstützende Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts [6]

Erläuterung

Man erkennt sehr schnell, dass die Priorität der Betrachtung je nach Autor variiert. So steht beispielsweise bei der Definition der GEFMA (German Facility Management Association) schwerpunktmäßig das Gebäude als solches im Mittelpunkt der Betrachtungen, wohingegen Nävy den Schwerpunk bei den Sachressourcen des Unternehmens sieht.

Diese teilweise unterschiedlichen Definitionsansätze sind für den einen oder anderen Kritiker des Facility Managements und die Frage nach der Daseinberechtigung von FM mitverantwortlich - denn diese Uneinheitlichkeit ist für Kritiker ein scheinbares Indiz dafür, dass eine klare Abgrenzung zu anderen Management-Disziplinen fehlt und somit als ein eigenständiges Fachgebiet in Frage gestellt werden muss.

Betrachtet man jedoch die Gesamtheit der Definitionsansätze und bildet eine Art "kleinsten gemeinsamen Nenner", erkennt man, dass es einige zentrale Komponenten gibt, die in mehr oder weniger starker oder zumindest sinngemäß gleicher Ausprägung von allen Autoren genannt werden:

- "strategisch" (Facility Management als ein langfristiges und zielgerichtetes Konzept)

- "innerhalb eines Unternehmens" (Statt lediglich starr auf nur ein einzelnes Gebäude bezogen)

- "Managementaufgabe" (Gleichwertig mit anderen Management-Disziplinen)

- "Nicht-Kernprozesse" (Fokus der Betrachtungen liegt auf den nicht-wertschöpfenden Prozessen)

Der Begriff des Facility Managements ist auch nicht gleichzusetzen mit dem Begriff des reinen Gebäudemanagement bzw. Hausmanagement. Gleichwohl beinhaltet FM diese Bereiche - man spricht dabei auch von der "operativen Komponente" des Facility Managements:

"Das operative Facility Management beinhaltet die operative Umsetzung aller Aktivitäten, die auch bisher bei der Gebäudebewirtschaftung erforderlich waren. Das strategische Facility Management beschäftigt sich dagegen mit den Managementaufgaben" [7].

Auch die Frage nach dem "wer" ist zu beantworten - soll das Facility Management per outsourcing an externe Anbieter abgegeben werden oder will man eine eigens dafür zuständige, interne Instanz einrichten? Beide Varianten haben (wie bei allen Fragen zum Thema outsourcing - ja oder nein?) sicherlich Ihre Vor- und Nachteile und sind somit den individuellen Überlegungen und Vorlieben des jeweiligen Unternehmens überlassen.

Quellen

[1]: Lochmann, H.-D., Köllgen, R. , Facility Management - Strategisches Immobilienmanagement in der Praxis, Wiesbaden, 1998.

[2], [5]: Nävy, J., Facility Management - Grundlagen, Computerunterstützung, Einführungsstrategie, Praxisbeispiele, 2. aktualisierte und erw. Aufl., Berlin, 2000.

[3]: IFMA, International Facility Management Association

[4]: GEFMA, German Facility Management Association

[6]: Dipl.-Ökonom Erhard Rossig, Facility Management, Foliensatz WS2003/2004, FH Bochum, 2003.

[7]: Braun, H.-P., Oesterle, E., Haller, P., Facility Management - Erfolg in der Immobilienbewirtschaftung, 2. Auflage, Berlin Heidelberg New York, 1999.

Siehe auch: http://www.study-board.de/linklist.php?cat=27&sid=649dafab088e90925efbc3443ed527d4



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