Falun Gong

Menschenrechte auch für Falun Gong in China

Im Juli 1999 wurde Falun Gong in China durch das Wort vom damaligen chineischen Präsidenten Jiang Zemin verboten und seither grausam verfolgt. Viele Menschen werden verhaftet, gefoltert oder getötet nur weil sie Falun Gong-Praktizierende sind. Familien werden zerrissen, Nachbarn gegeneinander aufgehetzt. Dies alles geschieht vor unseren Augen. Dokumentiert und kritisiert von Menschenrechtsorganisationen und Regierungen, aber vor der chinesischen Bevölkerung wird es verborgen. Falun Gong ist wie auch andere Qi Gong-Gruppen, oder Glaubensgemeinschaften, z.B. die romtreuen Christen in die Mühlen einer misstrauischen Machtpolitik geraten. Eine besorgniserregende Entwicklung, die nur durch Unterstützung vieler Menschen und weltweite Appelle an die chinesischen Machthaber berichtigt werden kann.

In den ersten Jahren seit seiner öffentlichen Einführung im Jahre 1992 durch Lehrer Li Hongzhi wurde Falun Gong von der chinesischen Regierung wegen seiner positiven Wirkungen auf die Gesundheit gefördert. Auf einer staatlich organisierten Gesundheitsmesse im Jahr 1993 wurde Herrn Li Hongzhi der Titel „Beliebtester Qi-Gong-Meister“ verliehen und Falun Gong erhielt die höchste Auszeichnung. In der chinesischen Bevölkerung gewann Falun Gong innerhalb weniger Jahre außerordentliche Beliebtheit.

Was ist Falun Gong?

Wie Tai-Chi ist Qigong ein lebendiger Bestandteil des Lebens vieler Menschen in China; nahezu jeder öffentliche Park in China ist bei Tagesanbruch überfüllt mit Menschen, die Qigong üben. Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine Art Qigong und gehört zur buddhistischen Kultivierungsrichtung. Falun Gong besteht aus fünf Übungen und einer anleitenden Lehre, die Körper und Geist harmonisieren. Die Lehre von Falun Gong beruht auf den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Es ist eine Anleitung für Menschen, ein Leben mit mehr innerer Ruhe, Gelassenheit und mit weniger Stress zu führen. Praktizierende jeden Alters, aus allen Berufen, egal mit welchem sozialen und kulturellen Hintergrund, erleben durch Falun Gong eine gesunde, friedliche und harmonische Lebensweise. Falun Gong ist unpolitisch, hat keine religiösen Formen und keine Hierarchien. Alle Materialien stehen im Internet kostenlos zur Verfügung. Heute wird Falun Gong von ca. 100 Millionen Menschen in über 60 Ländern der Welt praktiziert.


Die Wende

Vermutlich ist es die große Popularität von Falun Gong, die die chinesische Regierung in eine irrationale Unruhe versetzte. Anfang 1999 hieß es in einem offiziellen Bericht, dass in China über 70 Millionen Bürger, einschließlich Mitgliedern der Kommunistischen Partei, Gelehrte, Angehörige des Militärs und der Polizei Falun Dafa praktizierten. Zum Vergleich: die Kommunistische Partei zählte zu diesem Zeitpunkt ca. 60 Millionen Mitglieder. Im Juli 1999 wurde Falun Gong in China verboten, obwohl es gegen keine geltenden Gesetze verstoßen hatte.

In China gibt es keine unabhängigen Gerichte, die chinesische Verfassung, die Meinungs-, Rede- und Glaubensfreiheit für alle Bürger vorsieht, wird von den staatlichen Behörden missachtet. Falun Dafa-Praktizierende werden ohne Begründung inhaftiert, ohne Verfahren in Zwangsarbeitslagern und psychiatrische Anstalten eingesperrt. Sie werden nicht nur vom Wachpersonal sondern auch von Straftätern gefoltert, nur weil sie keine Erklärung unterschreiben, in der sie auf Falun Gong verzichten. Bis heute (Dez. 2003) sind mehr als 830 Falun Gong-Praktizierende ums Leben gekommen. Hunderttausende wurden festgenommen, über 100.000 Praktizierende wurden zu Arbeitslager verurteilt.

Staatliche Medien als Werkzeug

Parallel startete die chinesische Regierung in den staatlichen Medien eine Hetzkampagne gegen Falun Gong, die teilweise auch bis ins Ausland drang. Es werden keinerlei Gegenmeinungen oder kritische Ansätze veröffentlicht. 1.500 Internet-Cafes wurden zeitweise geschlossen, Webseiten diverser ausländischer Zeitungen blockiert. Während des Jiang Zemin- Besuches in Hongkong wurde der weltweit empfangbare “BBC World” Kanal in China vorübergehend ausgeschaltet. “Der Grund war eine TV-Sendung mit einem Bericht über die in China verbotene Falun-Gong-Bewegung”, sagte eine BBC-Sprecherin in London.


Klage gegen ehemaligen chinesischen Präsidenten Jiang Zemin in den USA

Gegen Jiang Zemin wurde anlässlich seines Staatsbesuchs in den USA im Oktober 2002 eine Klage eingereicht wegen Genozid (Völkermord), Foltern und Morden von Menschen in China. Jiang Zemin war damals Staatspräsident, heute ist er noch mächtiger Militärchef in China. Das Gericht in Illinois/USA wird in Kürze über eine Eröffnung des Prozesses gegen Jiang Zemin entscheiden. Kläger sind amerikanische und chinesische Falun Gong-Praktizierende, die persönlich von der Verfolgung von Falun Gong in China betroffen und geschädigt sind.

Ein internationales Team von Anwälten wird in weiteren Ländern ähnliche Klagen gegen Jiang wegen Folterverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Völkermord einreichen.

Weltweite Appelle für eine friedliche Lösung

Während der schon fast vier Jahre andauernden Verfolgung mit extremer Gewalt haben die Falun Gong-Praktizierenden in China beispiellose innere Stärke gezeigt. Nicht ein einziger Praktizierender hat zurückgeschlagen oder in irgendeiner Weise Vergeltung geübt. Weltweit haben Falun Gong-Praktizierende nur gewaltlose und friedliche Mittel zum Appellieren genutzt. Diese Art der Nachsicht angesichts solcher Ungerechtigkeit und Gewalt hat der ganzen Welt die friedliche und barmherzige Natur des Falun Dafa gezeigt.

Regierungen und Öffentlichkeit reagieren

Immer mehr Menschen, Menschenrechtsorganisationen und Regierungen setzen sich für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China ein. In seiner Rede vor der Genfer Menschenrechtskommission am 20. März 2002 sagte Bundesaußenminister Fischer: „Kein Anti-Terrorrabatt bei Menschenrechtsverletzungen […] Die Bundesregierung fordert deshalb China erneut auf: die Repression gegen Mitglieder von christlichen Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften zu beenden, die Unterdrückung ethnischer Minderheiten einzustellen und insbesondere den Tibetern und Uighuren substantielle Autonomierechte zu gewähren, Falun Gong-Anhänger nicht weiter zu verfolgen...“

Ihre Unterstützung ist wichtig

Über das Ausmaß und die Hintergründe der Verfolgung aufzuklären, das Ende der Verfolgung und die Entlassung aller Falun Gong-Praktizierenden aus Arbeitslagern, Gefängnissen und psychiatrischen Anstalten zu erreichen und entsprechend der Verfassung freies Praktizieren von Falun Gong in China wieder möglich zu machen, dafür bitten Falun Gong-Praktizierende um Unterstützung, zum Beispiel indem Sie:

- Ihre Mitmenschen die Tatsachen über die grausame Verfolgung unschuldiger Falun Gong-Praktizierender wissen lassen und diesen Artikel weitergeben.

- Ihre Besorgnis über die Verfolgung in China gegenüber Mitgliedern des Bundestages in Ihrem Wahlkreis zum Ausdruck bringen, ebenso auch gegenüber der lokalen und internationalen Presse.

Auf den folgenden Internetseiten können Sie sich regelmäßig informieren.


Quellen im Internet (extern) und weitere Links 

www.faluninfo.net - Informationen über die Verfolgung von Falun Gong in China (engl.)

www.faluninfo.de – Informationen über die Verfolgung von Falun Gong in China (deutsch)

www.cleaharmony.net - Alles Rund um Falun Gong (deutsch/englisch/französisch/spanisch/chineisch und weitere Sprachen)

falundafa.de – Informationen über Falun Gong, Übungen, Kontakte

Weitere Links zu Menschenrechtsorganisationen (extern:

www.amnesty.de

www.amnesty.org

www.igfm.de - Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

www.gfbv.de - Gesellschaft für bedrohte Völker



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