Fatimiden

Die Fatimiden oder das Fatimidische Kalifat waren eine Dynastie, die von 909 bis 1171 Nordafrika beherrschten. Der Name der Fatimiden leitet sich ab von Fatima, einer Tochter Mohammeds, und ihrem Ehemann, Ali, einem Cousin des Propheten.

Die Fatimiden (Aliden), wurden von Abu Abdallah Hasan, einem Missionar der Ismailiten gegründet.

Hasan warb für Ubaid Allah Ibn Muhammad, den wirklichen oder angeblichen Enkel Ismails, unter den Berbern zahlreiche Anhänger und stürzte 909 mit ihrer Hilfe die in Kairuan (im heutigen Tunesien) herrschende Dynastie der Aghlabiden.

Ubaid Allah schlug seinen Sitz in dem befestigten Mahdija auf, unterwarf Tripolis und Sizilien und dehnte seine Herrschaft bis Fes aus.

Für seinen Urenkel Al-Mu'izz (969-970) eroberte dessen Feldherr Dschauhar Ägypten, das nun der Hauptsitz der Herrschaft der Fatimiden wurde, die sich dann auch Syrien und Palästina unterwarfen.

Unter den späteren fatimidischen Herrschern, die ihre Wesire schalten und walten ließen, riss sich das westliche Afrika los, und die Kreuzfahrer bemächtigten sich 1099 Syriens und Palästinas. Nach dem Tode des letzten Fatimiden, Aladhed (1171), nahm Saladin, der Gründer der Dynastie der Ayyubiden, Besitz von Ägypten. Die schiitischen Fatimiden gründeten Missionsanstalten und Schulen zur Verbreitung ihrer Lehren, welche anfangs nur denen der Sunniten entgegengesetzt waren, später aber infolge der allegorischen Interpretation des Koran die Grundlehren des Islam verneinten.

Literatur





Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.