|
|
| Table of contents |
|
2 Zentrale Themen 3 Kritik 4 Verwandte Themen 5 Literatur 6 Weblinks |
Zwei Hauptströmungen haben die Frauenbewegung und den Feminismus seit ihren Anfangszeiten gespalten:
Die so genannten Radikalfeministinnen oder Universalistinnen gehen von einer grundsätzlichen Gleichheit der Geschlechter aus und begründen die zwischen den Geschlechtern existierenden Unterschiede hauptsächlich durch gesellschaftliche Machtstrukturen und die Sozialisation der Menschen. Nach dieser Philosophie gibt es kein "typisch männlich" und "typisch weiblich" sondern nur durch die geschlechtsspezifische Sozialisation und Arbeitsteilung begründete Verhaltensunterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Anhängerinnen dieser Strömung kämpfen für die Aufhebung sämtlicher geschlechtsspezifischen gesellschaftlichen Unterschiede, um so den Menschen zu ermöglichen, nach ihren individuellen Fähigkeiten und Vorlieben zu leben, statt nach gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen. Analytisch wird hier hauptsächlich das Gender-Konzept verwendet. Bekannte theoretische Vertreterinnen dieser Strömung sind Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer.
Ein Teil der Feministinnen dieser Strömung steht dem Marxismus nahe und setzt sich vor allem für die gesamtgesellschaftlichen Rechte der Frau ein. Zu diesem Teil, der sich derzeit (2003) verkleinert, gehören auch viele im politischen Spektrum links angesiedelte Gruppierungen.
Die so genannten Differenzialistinnen hingegen gehen von einer grundsätzlichen Verschiedenheit der Geschlechter aus und begründen existierende Unterschiede im Verhalten der Menschen, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sowie die bestehenden Machtstrukturen mit biologischen Ursachen. Die Anhängerinnen dieser Strömung kämpfen für eine Aufwertung des weiblichen Anteils an der Gesellschaft, bestehen jedoch größtenteils auf der traditionellen Arbeitstrennung zwischen den Geschlechtern, da sie diese für biologisch gerechtfertigt halten.
Zu dieser Strömung gehören auch die so genannten Ökofeministinnen (z.B.: Maria Mies), die biologistischen Theorien von Weiblichkeit, vermischt mit esoterischen Anschauungen vertreten.
Innerhalb dieser beiden theoretischen Hauptrichtungen existieren verschiedenste ideologische und theoretische Unterströmungen.
Eine relativ junge Strömung vertritt libertärenen Theorien bis hin zum Objektivismus und ist stärker an individuellen Berufschancen fur Frauen interessiert. Das Ziel dieser Gruppe ist es, die Individualrechte der Frauen zu sichern respektive zu stärken. Hier geht es weniger um den theoretischen Überbau, als um konkrete Alltagsanliegen.
"Individuelle Feministinnen" können sowohl einen radikalen als auch einen differenzialistischen Ansatz vertreten.
Unter anderem werden folgende Problemkreise immer wieder von Feministinnen aufgegriffen:
Feministinnen und Frauenrechtlerinnen wurde seit dem Beginn der Frauenbewegung Männerhass und Unweiblichkeit vorgeworfen.
Einigen Strömungen des Feminismus werden heute Dogmenlastigkeit oder gar geschlechterrassistische Züge vorgeworfen. Der politische Einfluss des Feminismus wird von Teilen der Männerbewegung als Frauenlobbying kritisiert.
Analog zum Feminismus hat sich seit den späten 1960er Jahren in den westlichen Staaten eine Männerbewegung entwickelt.
Frauenbewegung - Emanzipation - Gleichberechtigung - Diskriminierung - Maskulismus
Strömungen innerhalb des Feminismus
Radikalfeminismus
Differenzialfeminismus
Individualfeminismus
Zentrale Themen
Kritik
Verwandte Themen
Literatur
(Ironische Geschichte, die die Geschlechterrollen vollständig vertauscht)
Weblinks
(Ein Bericht über die Londoner Frauen-Konferenz vom November 1972)