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Mit dem Fermatschen Primzahltest - entwickelt von dem "Freizeitmathematiker" Pierre de Fermat - kann man aussagen, ob eine Zahl mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Primzahl ist. Daher wird dieses Verfahren auch PRP-Test (= probable prime) genannt.
| Table of contents |
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2 Carmichael-Zahlen 3 Fermatscher Primzahltest 4 Pseudo-Primzahlen 5 Verbesserungen des Fermatschen Primzahltests 6 Literatur |
Direkt aus dem Kleinen Fermatschen Satz folgt:
Anwendung des Kleinen Fermatschen Satzes
Dies kann man mit Hilfe der Modulo-Funktion schreiben als:
n=1: 15-1 -1 = 0 ist teilbar durch 5
n=2: 25-1 -1 = 15 ist teilbar durch 5
n=3: 35-1 -1 = 80 ist teilbar durch 5
n=4: 45-1 -1 = 255 ist teilbar durch 5
Es gibt allerdings auch Zahlen q, die keine Primzahlen sind und für dennoch gilt:
Zwar gibt es unendlich viele Carmichael-Zahlen (das ist seit 1992 bekannt), aber im Vergleich zur Anzahl der Primzahlen sind es sehr wenige. Unter 100.000 gibt es nur die folgenden 16 Carmichael-Zahlen: 561 (=3·11·17), 1105, 1729 (=7·13·19), 2465, 2821, 6601, 8911, 10585, 15841, 29341, 41041, 46657, 52633, 62745, 63973, and 75361.
Weitere Eigenschaften von Carmichael-Zahlen:
221-1mod 21 = 220mod 21 = ((210mod 21)2)mod 21 = 4 ungleich 1, d.h. p = 21 ist keine Primzahl.
Leider kann man mit den Regeln der Aussagenlogik nicht die Umkehrung herleiten, aber es gilt die folgende Regel, der so genannte Fermatsche Primzahltest:
Man kann nun versuchen, diesen Test zu vereinfachen und den Rechenaufwand deutlich zu reduzieren, wenn man eine etwas geringere Wahrscheinlichkeit in der Primzahlaussage in Kauf nimmt.
Dazu folgende Definition:
Beispiele: p = 341 = 31·11 ist pseudoprim zur Basis 2, denn 2341-1 -1 ist teilbar durch 341. (Dieses Beispiel entdeckte P.F.Sarrus im Jahr 1819.) Der Nachweis ist mit Methoden der Restklassen vergleichsweise einfach. In dem Artikel Restklassen wird dieser Nachweis als Anwendungsbeispiel demonstriert.
Auch p = 91 = 7·13 ist pseudoprim zur Basis 3, denn 391-1 -1 ist teilbar durch 91.
C.Pomerance, J.L.Selfridge und S.S.Wagstaff Jr. zeigten im Jahre 1980, dass es unterhalb von 25.000.000.000 zwar 1.091.987.405 Primzahlen, aber nur 21.853 Pseudo-Primzahlen zur Basis 2 gibt.
Daraus folgt:
Gary Miller und Michael O.Rabin verbesserten den Fermattest im so genannten Rabin-Miller-Test. Nicht-Primzahlen erkennt er mit doppelter Wahrscheinlichkeit.
Im Jahre 1980 stellten die Mathematiker Leonard M. Adleman, R.S. Rumely, H. Cohen und H.W. Lenstra Jr den nach ihnen benannten ARCL-Test vor. Dieser ist eine Weiterentwicklung des Fermatschen Primzahltests, indem er Carmichael-Zahlen erkennt.Pseudo-Primzahlen
Es gibt relativ wenig Zahlen p, die nicht prim sind aber dennoch pseudoprim zu einer Basis a.
Für die Praxis bedeutet das: Oft reicht der Nachweis aus, dass p pseudoprim ist zur Basis 2. Will man die Sicherheit weiter erhöhen, dann muss man eben weitere Zeugen finden, d.h. weitere Zahlen a, zu deren Basis p pseudoprim ist.
Im Grenzfall testet man alle Zahlen a < p, d.h. man führt den gesamten Fermattest durch.Verbesserungen des Fermatschen Primzahltests