Ein Festkörperlaser ist ein Laser, dessen verstärkendes Medium ein kristalliner Festkörper ist.
Beispiele für gebräuchliche Festkörperlasermedien sind:
- Rubinlaser, rot, Wellenlänge 694 nm
- Nd:YAG-Laser, infrarot, Wellenlänge 1064 nm
Um in diesem Medium eine Besetzungsinversion zu erreichen, müssen mehr Elektronen ins obere Laserniveau gehoben werden als im unteren Laserniveau vorhanden sind, dieser Vorgang heißt Pumpen. Ein Festkörperlaser wird normalerweise durch das Beleuchten mit sehr hellen Lichtquellen wie z.B. Blitzlampen optisch gepumpt.
Seitdem Halbleiterlaser verfügbar sind, werden Festkörperlaser häufig mit Laserdioden geeigneter Wellenlänge optisch gepumpt. Gegenüber Blitzlampen bietet diese Art des Pumpens zwei Vorteile:
- die Laserdioden sind schmalbandige Lichtquellen, daher gehen verglichen mit weißen Lichtquellen weniger spektrale Anteile des "Pumplichts" aufgrund nicht passender Wellenlänge verloren, d.h. der Wirkungsgrad ist höher,
- Mit Halbleiterlasern gepumpte Festkörperlaser können kontinuierlich betrieben werden.