Festungsring Lüttich

Die ersten modernen Festungen um die belgische Stadt Lüttich wurden im Zeitraum 1880 bis 1890 erbaut. Ihre Errichtung geht auf den belgischen General Alexis Brialmont zurück. Die Festungen wurden als Forts mit einem Abstand von etwa 7km von der Lütticher Innenstadt ausgeführt. Sämtliche dieser Forts wurden mit dem derzeitig völlig neuen Baustoff Beton gebaut und mit den damals modernsten Waffen ausgestattet.

Table of contents
1 Liste der Forts vor dem ersten Weltkrieg
2 Die Kämpfe im ersten Weltkrieg
3 Zwischenkriegszeit
4 Liste der Forts vor dem zweiten Weltkrieg
5 Die Kämpfe im zweiten Weltkrieg
6 Die Forts heute

Liste der Forts vor dem ersten Weltkrieg

Beginnend im Norden auf dem rechten Ufer der Maas: Aussehen, Bewaffnung und Besatzung siehe Fort Loncin.

Die Kämpfe im ersten Weltkrieg

Die Forts galten auch noch zu Beginn des ersten Weltkrieges als unüberwindbar, dennoch wurden sie von den deutschen Angreifern innerhalb kürzester Zeit mit schwerster Artillerie (so genannte Dicke Berta) zusammengeschossen. Höhepunkt und Abschluß dieses ungleichen Kampfes war die Explosion des Forts Locin.

Zwischenkriegszeit

In diesem Zeitrahmen fiel der Wiederaufbau der acht nach Süden, Osten und Norden ausgerichteten Forts. Die nach Westen ausgerichteten Werkes nahm man aus dem aktiven Dienst und an einen Wiederaufbau von Loncin war überhaupt nicht zu denken. Statt dessen erichtete man im Osten vier weitere Werke, diesmal in einem Abstand von 20km von der Lütticher Innenstadt.

Liste der Forts vor dem zweiten Weltkrieg

Beginnend im Norden Aussehen, Bewaffnung und Besatzung siehe Eben-Emael.

Die Kämpfe im zweiten Weltkrieg

Die belgische Generalität hatte dem Fort Eben-Emael die wichtigste Aufgabe der strategischen Sicherung der Nordgrenze des Landes überlassen, somit zog das Fort zu allererst die deutschen Angreifer auf sich und fiel als erstes. Die Angreifer konnten es sich daher erlauben, den Festungsring Lüttich zu umgehen. Dennoch fielen in den nächsten Kriegstagen weitere Werke in die Hände der Angreifer, so am 22. Mai 1940 das Fort Battice, einer der Größe von Eben-Emael vergleichbares Fort. Während des weiteren Verlaufes des zweiten Weltkrieges diente Eben-Emael der Propaganda der Nationalsozialisten, während teilweise in den übrigen Forts neuartige Waffen erprobt wurden.

Die Forts heute

Fort Loncin ist heute Soldatenfriedhof und Gedenkstätte, die anderen Werke sind teilweise überbaut (z.B. Fleron,Pontisse) und daher nicht mehr sichtbar, dienen noch als Lagerplatz für das belgische Militär (teilweise in Eben-Emael), oder werden als Museen hergerichtet (ebenfalls in Eben-Emael, Battice, Tancremont, Barchon, Liers und andere). Es finden regelmäßig Führungen auch in deutscher Sprache statt.

Siehe auch Loncin, Eben-Emael

Externer Link: Der Festungsring Lüttich bei jinxed



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