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In Österreich bezeichnet man die Feuerwehrunterkünfte nur bei den Berufsfeuerwehren als Feuerwache, bei den Freiwilligen Feuerwehren bezeichnet man sie nur als Feuerwehrhaus oder Gerätehaus. Früher war auch der Ausdruck Feuerwehrremise üblich.
siehe auch: Portal_Feuerwehr, Themenliste_Feuerwehr
Fahrzeughalle
In der Fahrzeughalle sind die Einsatzfahrzeuge untergebracht. Jedes Fahrzeug hat einen eigenen, fest zugewiesenen Stellplatz, damit es schnellstmöglich ausrücken kann. Die Fahrzeughalle ist durch Rutschstangen mit den Schlafräumen der Wachabteilung verbunden.
Umkleideräume
In den Umkleideräumen kann die Mannschaft nach einem Einsatz ihre schmutzige Kleidung ablegen, damit sie danach in der Kleiderkammer gereinigt wird. Bei Freiwilligen Feuerwehren ist die Einsatzkleidung in Spinden in der Umkleide untergebracht und wird dort vor einem Einsatz angelegt.
Duschräume
FEZ (Einsatzleitzentrale)
Die Leitzentrale oder Kommandozentrale dient zur Koordinierung von Einsätzen. Notrufe werden hier entgegengenommen, ausgewertet und weitergeleitet. Dazu beherbergt die Leitzentrale verschiedene Funkgeräte, Telefonanlagen, Alarmsysteme und PCs. Bei einem Stromausfall bleibt die Leitzentrale dank eines Notstromgenerators oder eine andere Notstromverorgung für Stunden voll funktionsfähig. Die Leitzentralen sind gegen Einbruch gesichert und werden, sobald ein Einbruch registriert wird, umgeschaltet, um Fehlalarmierungen zu verhindern.Atemschutzwerkstatt
In der Atemschutzwerkstatt werden alle Atemschutzgeräte (Atemschutzmasken, Preßluftflaschen, Filter und Fluchthauben) geprüft, gewartet, gefüllt und instandgesetzt. Für die Flaschen steht ein Kompressor mit 440l Luftleistung/min bereit, an dessen Füllleiste mehrere Flaschen gleichzeitig gefüllt werden können. Zur Reinigung und Desinfektion steht eine spezielle Anlage mit einem Maskentrockenschrank zur Verfügung. Das Prüfen der Atemschutzgeräte erfolgt an mehreren Prüfplätzen. Die Wartung der Gerätschaften teilen sich mehrere Atemschutzgerätewarte.Kleiderkammer
In der Kleiderkammer wird die Einsatzkleidung gereinigt, genäht, aussortiert und gelagert. Neue Kleidungsgegenstände werden hier ebenfalls untergebracht.Schlauchwerkstatt
In der Schlauchwerkstatt werden die Schläuche nach einem Einsatz repariert, gewaschen, getrocknet und gelagert. Auch Kleinlöschgeräte wie Kübelspritzen werden hier geprüft und repariert.Schlauchwäsche
Die Schläuche werden in einem fahrbaren Behälter vorgeweicht und dann durch die Schlauchwaschmaschine auf den Prüftisch befördert. Hier werden die Schläuche mittels Prüfpumpe auf Dichtigkeit geprüft.Schlauchturm
Nach der Wäsche werden die Schläuche im Schlauchturm zum trocknen aufgehängt. Darüber hinaus kann der Turm auch für Anleiter- und Abseilübungen genutzt werden. Beim Atemschutzgehen wird der Turm zur Simulation eines Treppenhauses in einem Hochhaus verwendet.Schlauchlager
Nach der Trocknung werden die Schläuche nach Größe sortiert im Schlauchlager untergebracht. Von dort aus werden sie bei Bedarf wieder auf die Einsatzfahrzeuge verteilt.Funkwerkstatt
In der Funkwerkstatt werden alle im Feuerwehrdienst verwendeten Funkgeräte (2m, 4m-Band) und FmE überprüft und gewartet.Besprechungszimmer (Stab)
Im Besprechungszimmer hat ein kompletter Krisenstab platz. Bei Großschadenslagen wird hier der Stab eingerichtet. Ein Telefon mit eigener Rufnummer steht zur Verfügung, um das FEZ-Personal zu entlasten. Hier sind Kartenmaterial, Informationen über alle Einsatzfahrzeuge, sowie eine große Tafel untergebracht.Schulungsräume
In den Schulungsräumen werden die Feuerwehrkräfte aus- und fortgebildet. Dazu wird auf zahlreiche technische Geräte zurückgeriffen. Die Bänke sind üblicherweise so angeordnet, dass ein offener Meinungsaustausch zwischen den Feuerwehrleuten bei einer angenehmen Atmosphäre ungehindert stattfinden kann. Es gibt jedoch auch Tafeln für einen Frontalunterricht.Atemschutzstrecke
Die Atemschutzstrecke (auch Käfig genannt) dient zur Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern. Sie ist komplett kameraüberwacht. Hier können Rauch und Hitze simuliert werden, bei welchen die Feuerwehrleute in einem Metallkäfig verschiedene Aufgaben bewältigen müssen.Mannschaftsräume
Zimmer des Einsatzleiters
Bei größeren Feuerwehren ist ein Einsatzleiter ständig anwesend. Sein Zimmer befindet sich i.d.R. neben der Fahrzeughalle, was ihm ein schnelles ausrücken ermöglicht. Er hat einen eigenen Telefonanschluss in seinem Raum.Verwaltungsräume
Gerade bei Berufsfeuerwehren ist ein Verwaltungstrakt unerlässlich. Hier werden die Daten von Feuerwehrleuten, Feuerwehrfahrzeugen und Geräten verwaltet, Neuanschaffungen beschlossen und Vorstellungsgespräche geführt. Gerätewarte und Sachverwalter haben hier ihre Räume. Oft ist das komplette Brand- und Zivilschutzamt hier untergebracht.Schlafräume für die Wachabteilung
Da Berufsfeuerwehren ständig ausrückbereit sein müssen, muss sich eine Wachabteilung in ständiger Alarmbereitschaft befinden. Nachts schlafen diese Männer in eigenen Räumen über der Fahrzeughalle, welche sie dann im Alarmfall über Rutschstangen schnell erreichen können.Küche
Die Wachabteilungen versorgen sich selbstständig mit Lebensmitteln, so gehört auch eine Küche zu ihrem Bereich.KfZ-Werkstatt
In der KfZ-Werkstatt werden kleinere Reparaturen an den Feuerwehrfahrzeugen und den Geräten vorgenommen.Tankanlage
Waschanlage
Übungshof
Auf dem Hof finden praktische Übungen und Ausbildungen statt. Dazu sind hier sowohl Unterflur-, als auch Überflurhydranten untergebracht. Außerdem steht sehr viel Platz zur Verfügung, um Brände oder Verkehrsunfälle zu demonstrieren. An Tagen der offenen Tür kann hier den Zuschauern die Arbeit der Feuerwehr vorgeführt werden. Wie bei der Fahrzeughalle steht auf dem Hof üblicherweise jedem Fahrzeug ein eigener Stellplatz zur Verfügung, der auch hier ein schnelles und sicheres Ausrücken ermöglichen soll.