Finnland-Schwedisch

Finnland ist heute ein zweisprachiges Land mit einer schwedisch sprechenden Minderheit [1]. Auch die schwedischsprachigen Åland-Inseln (Ostsee) werden von Finnland verwaltet.

Finnland-Schwedisch ist die Sprache der schwedisch sprechenden Minderheit in Finnland. Sie unterscheidet sich vor allem in der Sprachmelodie und in einigen Wörtern und Ausdrücken (sog. Finlandismen) von dem schwedischen in Schweden, dem sog. Reichsschwedischen ("rikssvenska"). Die Grammatik ist aber praktisch identisch.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Schwedisch die alleinige Sprache der Jurisdiktion, der Verwaltung und den Gymnasien und Universitäten in Finnland (so ist beispielsweise die Nationalhymne ursprünglich auf schwedisch verfasst worden). 1892 wurde Finnisch zweite Amtssprache und gewann einen Status, der mit dem des Schwedischen vergleichbar war. Bis zur Unabhängigkeit Finnlands von Russland im Jahre 1917 nahm die Bedeutung des Finnischen gegenüber dem Schwedischen weiter zu. Seitdem ist Finnisch in der Gesellschaft vorherrschend. Der Status von Schwedisch als Amtssprache wird aber weiterhin indirekt durch internationale Verträge gefördert. Regierungsangestellte müssen in beiden Sprachen kommunizieren können.

Obwohl es von nur ca. 300.000 Menschen gesprochen wird, hat das Finnlandschwedische zahlreiche Dialekte, die vor allem in Österbotten (die Landschaft östlich des Bottnischen Meerbusens) noch heute gesprochen werden.

Berühmte Finnland-Schweden sind:

siehe auch: Pakkoruotsi





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