Flammenfresser

Flammenfresser ist die landläufige Bezeichnung für einen Vakuummotor. Er zählt zu den Heißluftmotoren, ist aber kein Stirlingmotor. Das kernige Laufgeräusch erinnert an einen Lanz-Traktor und wird hervor gerufen durch das Einsaugen der vor dem Zylinder brennenden Flamme (äußere Verbrennung, Arbeitsmedium: heiße Luft) und anschließendes Ausstoßen der abgekühlten Luft. Wärme wird über die Kühlrippen des Zylinders abgegeben. Der Gasaustausch erfolgt in beiden Richtungen über das Einlaßventil, wobei es auch Typen mit separatem Auslaßventil gibt. Das Einlaßventil wird meist über eine Kurvenscheibe gesteuert. Ein eventuell vorhandenes Auslaßventil öffnet automatisch bei Überdruck. Als funktionsfähige Modellmotoren werden sie gerne als Stationärmotor in liegender und stehender Ausführung gebaut, sowie als Ein-, Zwei- oder Mehrzylinder. Erfolgreich eingesetzt wurden sie schon in nostalgischen Traktoren und in Schienenfahrzeugen.

Funktions-Prinzip des Vakuum-Motors:
Nur bei der Bewegung des Kolbens vom maximalen Hubraum zum mittleren Hubraum wird mit Hilfe des durch die Abkühlung der Flammengase entstehenden Unterdruckes Arbeit geleistet.
Bei allen anderen Bewegungen des Kolbens ist das Ventil geöffnet.

Carnot-Prozess beim Vakuum-Motor:

Weblinks

Detaillierter Bauplan eines Vakuum-Motors von Dr. Alfred Bachmann aus der Zeitschrift "Maschinen im Modellbau"




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