Flesh

Bis heute gilt Flesh als absoluter Kult-Film der Underground-Szene New Yorks.

Ganz anders als in der Tradition bekannter Hollywood-Produktionen lebte Flesh durch seine geradezu unprofessionelle Machart und durch einen jungen Schauspieler, Joe Dallesandro, dem es gelang, die Rolle eines New Yorker Strichers so glaubhaft und authentisch zu spielen, dass sich Zuschauerinnen und Zuschauer in eine Welt versetzt glaubten, von der sie vor dem Film nur sehr wenig wussten.

Völlig konträr zu der bürgerlichen Gesellschaft, die jedoch Ende der 1960er Jahre heftig durch gesellschaftliche Veränderungen aus dem Lot zu geraten schien, setzte der Film auf eine filmische Darstellungsweise alternativen Lebens ohne (inhaltlich) auf Moral oder (gestalterisch) auf raffinierte Kameraführung Rücksicht zu nehmen. Entstanden ist ein vitales Werk von ungeheurer erotischer Ausstrahlung, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.

Joe Dallesandro wurde damals als neuer "Superstar" gefeiert, konnte seinen Ruhm auch noch über einige andere Paul Morrissey-Filme ("Trash", "Heat") retten, bevor er dann als mittelmäßiger Schauspieler fast nur noch in unbedeutenden Western-Produktionen zu sehen war.



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