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Es handelte sich dabei um den Schnelltriebwagen SVT 877a/b, gebaut bei der Waggon- und Maschinenbau AG Görlitz. Im Volksmund bekam er die Bezeichnung Fliegender Hamburger. Er besaß einen Dieselelektrischen Antrieb, bei dem zwei 410 PS (2x302 kW) Maybach-12-Zylinder-Dieselmotoren einen Gleichstromgenerator antrieben und erreichte mit zwei elektrischen Tatzlager-Fahrmotoren eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
Um bei 160 km/h einen Bremsweg von 1,2 km zu erreichen, verfügte der Fliegende Hamburger über eine Knorr-Bremseund eine Magnetschienenbremse.
Neu am Fliegenden Hamburger waren die Stromlinienform, die in Windkanalversuchen entwickelt wurde, die Leichtbauweise und der dieselelektrische Antrieb, bei dem zwei Dieselmotoren den Strom für zwei Elektromotoren erzeugten. Er verfügte über 98 Sitzplätze und ein 4-sitziges Büffet, aber nicht wie andere Züge in Abteilen, sondern in zwei Großraumwagen. Der Fliegende Hamburger war der Prototyp für alle weiteren dieselelektrischen Triebwagen der Bahn.
Ab 15. Mai 1933 verkehrte er planmäßig zwischen Berlin Lehrter Bahnhof und Hamburg Hauptbahnhof und benötigte für die 286 km lange Strecke nur 138 Minuten, eine Zeit, die erst im Mai 1997 von einem ICE-Zug der Deutschen Bahn AG wieder erreicht wurde.
Der fliegende Hamburger führte unter der deutschen Bundesbahn die Bezeichnung VT 04 und wurde bis 1957 eingesetzt. Eine Triebwagenhälfte ist heute im DB Verkehrsmuseum Nürnberg.
Bis zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 trug eine ICE-Verbindung zwischen Berlin und Hamburg den Namen Fliegender Hamburger.